Heilbronner Stadtsiedlung investiert weiter in den Wohnungsbau

Heilbronn  Angebote für Singles, Paare und Familien: Die Stadtsiedlung will in diesem Jahr weiter neuen Wohnraum schaffen.

Von unserer Redaktion
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Weil Wohnraum knapp ist: Heilbronner Stadtsiedlung investiert weiter in den Wohnungsbau

Im neuen Wohngebiet Luise-Bronner-Straße entstehen acht mehrgeschossige Wohnhäuser. Im Oktober wurde Richtfest gefeiert.

Foto: Archiv/Mario Berger

"Wer in Heilbronn lebt, weiß, dass Wohnraum knapp ist.", bestätigt Oberbürgermeister Harry Mergel. Im vorigen Jahr habe das kommunale Wohnungsunternehmen jedoch intensiv daran gearbeitet, dass sich dies ändere. So hätten die Baufertigstellungen der Stadtsiedlung im Neckarbogen, in Neckargartach und in Böckingen mit 253 Wohneinheiten zuletzt auf einem Rekordniveau gelegen.

Neckarbogen im Fokus

Im Fokus von Stadt und Stadtsiedlung liegt weiter das frühere Gelände der Bundesgartenschau im Neckarbogen, das als Stadtviertel weiterentwickelt werden soll. Dort und insbesondere auch im künftigen Wohngebiet "Nonnenbuckel" wird die Stadtsiedlung in den kommenden Jahren aktiv sein. Auch in diesem Jahr will das städtische Tochterunternehmen Wohnraum bereitstellen. Für 2020 sind 45 Fertigstellungen geplant, davon sind 40 Prozent gefördert.

So sind im künftigen Wohngebiet Luise-Bronner-Straße in der Nordstadt derzeit acht mehrgeschossige Neubauten mit 96 Wohnungen im Bau. Bis Ende 2020 sind bereits die ersten Wohnungen bezugsfertig, 40 Prozent sind gefördert. Die Wohnungsgrößen reichen von 43 bis 125 Quadratmeter Fläche und sind damit sowohl für Alleinstehende als auch für Paare und Familien geeignet.

Auch das Umfeld wird familienfreundlich: Es gibt Spielflächen, die Luise-Bronner-Straße wird zur verkehrsberuhigten Straße. Insgesamt investiert die Stadtsiedlung knapp 30 Millionen Euro in das Viertel im Norden.

Wohnungen im Ziegeleipark

Rege Bautätigkeit wird zum Ende des Jahres auch nahe des Böckinger Ziegeleiparks einsetzen. In einem ersten Bauabschnitt startet die Stadtsiedlung in der Stockheimer Straße dann mit dem Bau von 29 Wohnungen. Elf Wohnungen - und damit knapp 40 Prozent - werden entsprechend der freiwilligen Selbstverpflichtung der Stadtsiedlung als öffentlich geförderte Wohnungen realisiert. Insgesamt werden hier in weiteren Bauabschnitten 41 Wohneinheiten mit einer Tiefgarage, Außenstell- und Fahrradabstellplätzen errichtet.

Auch architektonisch ein Hingucker wird das Stadthaus in der Weststraße. In direkter Nähe zum Bahnhof entstehen 28 Wohneinheiten und eine Tiefgarage. Der noch in der Planung befindliche Wohnungsmix umfasst Ein- bis Vierzimmerwohnungen. Die Förderquote liegt bei 50 Prozent.

Investitionen in Wohnumfeldverbesserungen

Außerdem investiert die Stadtsiedlung regelmäßig große Summen in Instandhaltungen, Modernisierungen und Wohnumfeldverbesserungen. "Dieses Jahr planen wir 6,6 Millionen Euro für diese Maßnahmen ein", sagt Dominik Buchta, Geschäftsführer der Stadtsiedlung. Dass sich die Investitionen auszahlen, zeigte die 2019 erstmals durchgeführte Mieterbefragung. Die Mieter stellten der Stadtsiedlung ein hervorragendes Zeugnis aus: Mehr als 91 Prozent sind mit der Stadtsiedlung als Vermieter zufrieden oder sogar sehr zufrieden.

Die Stadtsiedlung bewirtschaftet aktuell 3949 Wohnungen. Die durchschnittliche Kaltmiete liegt bei 6,46 Euro pro Quadratmeter. Bis 2025 soll der Wohnungsbestand auf 4500 Einheiten anwachsen - vorausgesetzt, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben stabil. 


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