Heilbronner SPD schnürt Paket mit zahlreichen Forderungen

Heilbronn  Die Palette der SPD-Fraktion aus dem Heilbronner Gemeinderat reicht von Verkehr, stationären Tempomessanlagen über Kleinhäuser bis hin zu begrünten Haltestellen.

Von Joachim Friedl
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SPD schnürt Paket mit zahlreichen Forderungen

Ziehen bald Sontheimer Vereine in die alte Staufenbergschule ein?

Die Buga dominiert derzeit das Geschehen und Handeln in Heilbronn. Bei der traditionellen Sommerpressekonferenz stellte die SPD-Fraktion im Heilbronner Gemeinderat jedoch schon einmal kommunalpolitische Weichen für die Zeit nach dem 6. Oktober, dem Ende der Bundesgartenschau.

Dabei geht es nicht um die große Stadtpolitik, sondern um kleine Dinge, die Bürger beschäftigen.

Mehr stationäre Blitzer installieren

Ein Ärgernis für Anwohner und Passanten ist seit Jahren, dass Pkw aus Richtung Kirchhausen ihre Geschwindigkeit erst am Ortseingang von Frankenbach reduzieren und Richtung Kirchhausen schon weit vor dem Ortsausgang beschleunigen. "In diesem Bereich sind viele Fußgänger und Schüler unterwegs" begründet das SPD-Führungsduo Rainer Hinderer und Tanja Sagasser-Beil ihre Forderung, an dieser Kreuzung einen stationären Blitzer zu installieren.

Angesichts der Unsitte, dass das Wohngebiet Maihalde häufig als Ausweichstrecke genutzt wird, sobald die Ortsdurchfahrt von Frankenbach dicht ist, fordert die SPD-Fraktion, die Maihalde, vergleichbar mit dem Kreuzgrund, zur Anwohnerzone zu erklären.

Die Staus auf der Saarbrückener Straße veranlasste jetzt SPD-Stadträtin Marianne Kugler-Wendt, zum wiederholten Mal den Abbau der beiden Verkehrsinseln auf Höhe der Total-Tankstelle und der Metzgerei Württemberger zu fordern: "Durch eine verlängerte Linksabbiegespur in die Leintalstraße würde sich der Verkehr früher ordnen und der Geradeausverkehr würde nicht mehr blockiert." Für Passanten könne bei der Tankstelle ein Zebrastreifen oder eine Bedarfsampel eingerichtet werden.

Alte Staufenbergschule für Vereine öffnen

SPD schnürt Paket mit zahlreichen Forderungen

Ein gewohntes Bild: Stau auf der Saarbrückener Straße.

Fotos: Archiv/Mugler

Aber nicht nur Verkehrsthemen stehen auf der Agenda der Rathaus-SPD. So regen die Genossen an, die nicht mehr genutzte Staufenbergschule den Sontheimer Vereinen zur Verfügung zu stellen. Die Verwaltung soll deshalb bis Ende des Jahres eine Kostenberechnung für Brandschutzmaßnahmen vorlegen.

Verärgert ist die SPD über die "schleppende Suche" nach Standorten für Modul-Kleinhäuser. "Erst Anfang 2020, fast zwei Jahre nach unserem ersten Vorstoß, will die Verwaltung eine Liste mit möglichen Flächen vorlegen. Angesichts der Wohnungsnot ist das eindeutig zu spät", macht Stadträtin Marianne Kugler-Wendt Druck. Als mögliche Standorte nennt sie entbehrliche bundeseigene Grundstücke, Hinterhöfe und Park & Ride-Plätze.

Preisgünstige Dauerkarte für Freibad Kirchhausen

Obwohl das aktuelle Wetter nicht unbedingt zu einem Freibadbesuch einlädt, schlägt SPD-Stadtrat Erhard Mayer vor, im nächsten Jahr für das Freibad Kirchhausen eine deutlich günstigere Dauerkarte als für die Neckarhalde und den Gesundbrunen anzubieten: "Vielen Kirchhausenern ist die normale Dauerkarte zu teuer. Deshalb wandern sie in Bäder naheliegender Landkreiskommunen ab", begründet er seinen Vorstoß.

Stadtbushaltestellen bienenfreundlich bepflanzen

Angesichts des Artensterbens ermutigt die SPD-Fraktion die Verwaltung, Dächer der Stadtbushaltestellen mit bienen- und insektenfreundlichen Blumen zu bepflanzen. "So schaffen wir zusätzliche Lebensräume für Insekten, stärken die Biodiversität und die Luftqualität", befürwortet der SPD-Fraktionsvorsitzende Rainer Hinderer die Maßnahme.

 

 


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