Buga-Holzpavillon verlässt nun doch Heilbronn

Heilbronn  Eine der beliebtesten Bühnen auf der Heilbronner Buga wandert jetzt doch ab: Der Holzpavillon wird Teil der Bundesgartenschau 2023 in Mannheim. Es war wohl nur ein romantischer Wunsch, die Holzkuppel zu behalten. Dafür bleibt die Fährlebühne in Heilbronn.

Email
Buga-Holzpavillon verlässt nun doch Heilbronn

Wird zerlegt und in vier Jahren auf der Bundesgartenschau in Mannheim wieder aufgebaut: der bei Heilbronner Buga-Besuchern begehrte Holzpavillon.

Foto: Heibel

Die Stadt Heilbronn will den Holzpavillon der Bundesgartenschau nun doch nicht behalten. Das bestätigte Rathaus-Sprecherin Suse Bucher-Pinell unserer Redaktion.

Stattdessen soll die futuristische Holzkonstruktion bei der Bundesgartenschau in Mannheim im Jahr 2023 wieder aufgebaut werden. Ursprünglich hatte Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel angekündigt, den Holzpavillon mit seiner Veranstaltungsbühne für die Stadt zu erhalten und mit einem eigenen Programm weiterhin nutzen zu wollen.

Auch der Faserpavillon zieht nach Mannheim

Das Land Baden-Württemberg hatte den Holzpavillon und seinen Kompagnon - den sogenannten Faserpavillon - mit rund 2,5 Millionen Euro finanziert. Deshalb hatte das Land als Eigentümer bei der Entscheidung über die Zukunft der revolutionären Holzkuppel ein gehöriges Wort mitzureden. Suse Bucher-Pinell hebt allerdings hervor, dass diese Lösung kein Grund für eine Kontroverse war: "Es war nicht so, dass das Land der Stadt Heilbronn den Holzpavillon einfach so weggenommen hat."

Dass der Holzpavillon 2023 nach Mannheim kommt, sei vielmehr schon länger so vereinbart gewesen. Die Suche nach einem neuen Standort in Heilbronn habe keine Rolle gespielt, versichert Bucher-Pinell. Der hoch frequentierte Veranstaltungsort hatte während der Heilbronner Buga viel Charme versprüht und sich einen Platz in den Herzen der Besucher erobert. Viele Erlebnisse an unvergessliche Auftritte auf der Bühne sind mit dem Pavillon verbunden. Deshalb war OB Mergel auch auf die Idee gekommen, die Plattenkonstruktion für die Stadt zu erhalten. Das sei ein "Gedankenspiel" gewesen, so Bucher-Pinell, das vielleicht entstand, "weil es im Pavillon so schön war".

Der Hafenschlepper bleibt da

Wie Mannheim den Pavillon nutzen will, wird sich in den nächsten Tagen klären, berichtet Buga-Sprecherin Tanja Binder. Der architektonisch Maßstab setzende "bionische" Bau, der einer Seeigel-Hülle nachempfunden ist, besteht aus 400 Kassettenteilen. Sie werden jetzt auseinandergebaut und gelagert. Wo, ist noch nicht bekannt. Ähnliches gilt für den Faserpavillon, ein ebenso innovatives Objekt. Auch er soll bei der Buga 2023 in Mannheim wieder aufgestellt werden.

Der mehr als 100 Jahre alte Hafenschlepper namens "Hafenamt Heilbronn", der der Kommune gehört, bleibt hingegen hier. Das Schiff hat auf der Buga auch viele Fans gewonnen, es soll auch künftig genutzt werden. Wie, das steht allerdings noch in den Sternen. Eines ist jedoch sicher: Die Fährlebühne auf dem Alt-Arm des Neckars an der Alten Reederei bleibt da. Die umgebaute frühere Fähre aus Haßmersheim bleibt als Veranstaltungsort bestehen. Und zwar am Standort auf dem Neckar, betont Suse Bucher-Pinell. Die Heilbronn-Marketing-Gesellschaft sorgt hier künftig fürs Programm.

 


Helmut Buchholz

Helmut Buchholz

Autor

Helmut Buchholz arbeitet seit 1999 bei der Heilbronner Stimme. Er kümmert sich im Stadtkreisressort um die Themen Gericht, Polizei und Soziales. Er leitet außerdem das Thementeam Migration.

Kommentar hinzufügen