Bei der E-Mobilität sollte man über den Tellerrand schauen

Heilbronn  Das Thema Mobilität spielt in der Region die zentrale Rolle. Doch wie sieht es mit der E-Mobilität aus?

Von Christian Gleichauf

Bei der E-Mobilität sollte man über den Tellerrand schauen

Anschauungsbeispiele gehören dazu: Einblicke in die technischen Hintergründe der Elektromobilität ermöglicht der E-Auto-Prüfstand der Hochschule.

Foto: Archiv/Mugler

 

Im Verein Elektromobilität Heilbronn-Franken haben die wichtigsten Akteure vor drei Jahren zusammengefunden. Zuletzt ist es etwas ruhiger um das Thema geworden. Das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Entwicklung in anderen Teilen der Welt weiter schnell vorangeht, warnt Andreas Daberkow, Professor an der Hochschule Heilbronn (HHN).

Für alle offen

Die HHN hat sich dem Thema früh verschrieben. Es gibt einen Master-Studiengang E-Mobilität, weitere Ingenieursstudiengänge haben das E im Blick. Aber auch die übrige Bevölkerung sollte an das Thema herangeführt werden. Dazu gibt es das Studium Generale, wo im vergangenen Sommersemester wieder ein Kurs "Elektromobile Systeme" angeboten wurde. Über den Verein Elektromobilität Heilbronn-Franken wird das Thema auf Infoständen wie zuletzt beim Brackenheimer Herbstfest transportiert. Demnächst findet eine Fahrt zum Windpark Gaildorf statt. Aber auch über Vorträge versucht Daberkow den Menschen ein Gefühl dafür zu geben, was sich mit der Elektromobilität verändern wird.

So ein Vortragsabend findet am Dienstag statt, veranstaltet vom Freundeskreis der Heilbronner Bürgerstiftung. Dabei wird Daberkow auch die technischen Hintergründe erläutern, etwa den 2014 in Betrieb genommenen Prüfstand für E-Antriebe oder das Forschungsfahrzeug der Hochschule, einen Chevrolet Matiz, vorführen. "So ein Fahrzeug ist notwendig, um den Studierenden beispielsweise zu zeigen, wie sich die Fahrstrategien bei E-Autos verändern oder wie das Thermomanagement aussieht."

Thema wird andernorts schneller vorangetrieben

Ebenso spannend wie die technischen Details sind aber die möglichen Konsequenzen der zunehmenden Elektromobilität für den Alltag. In Japan, China und Amerika seien die Entwicklungen schon weiter. "Diese Länder besetzen das Thema mit einer ganz anderen Wucht. Man sollte sich da von der lokalen Betrachtung lösen", sagt Daberkow. Mit Filmbeiträgen wird er hier Impulse geben für eine anschließende Diskussion mit den Teilnehmern.

Anmeldung

Der Abend "Elektromobilität" beginnt am Dienstag, 18. September, um 18 Uhr auf dem Campus Sontheim der Hochschule Heilbronn. Wer Interesse - auch am Freundeskreis der Bürgerstiftung - hat, kann sich anmelden: info@heilbronner-buergerstiftung.de.