Badesaison in Heilbronn ist bis jetzt ein Schlag ins Wasser

Heilbronn  Durch das regnerische Wetter machen sich Besucher in den Heilbronner Freibädern Neckarhalde, Gesundbrunnen und Kirchhausen rar. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Rückgang dramatisch.

Von Helmut Buchholz

Badesaison in Heilbronn ist bis jetzt ein Schlag ins Wasser

Ein Wetter zum Vergessen für die Bäderverwaltung: In dem 50-Meter-Becken des Heilbronner Freibads Neckarhalde gibt es zurzeit jede Menge Platz.

Foto: Andreas Veigel

Größer könnte der Unterschied kaum sein: Während es im vergangenen Jahr schon im Mai extrem warm war und die Heilbronner Freibäder sich kaum vor Besuchern retten konnten, sieht es dieses Jahr genau andersherum aus.

Der regnerische Mai beschert der Bäderverwaltung "dramatisch weniger Besucher im Vergleich zu 2018", erklärt Ursula Stiefken, Bäderchefin bei den Stadtwerken.

Gut 80 Prozent weniger Besucher als 2018

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Strömten im vergangenen Jahr bis Ende Mai 44.000 Menschen in die drei Heilbronner Freibäder Neckarhalde, Gesundbrunnen und Kirchhausen, waren es in diesem Jahr zum gleichen Zeitpunkt nur 7200. Das ist ein Minus von mehr als 80 Prozent. Wobei einzurechnen ist, dass Gesundbrunnen und Kirchhausen später als geplant öffneten. Im Gesundbrunnen wegen des schlechten Wetters,in Kirchhausen musste erst ein Rohrbruch repariert werden.

Der extreme Rückgang schlägt sich natürlich bei den Einnahmen zu Buche. Ursula Stiefken schätzt die finanziellen Einbußen auf 70 bis 80 Prozent. Dass die Saison nun "völlig abschmiert", daran will die Bäderchefin nicht denken, für so eine Prognose sei die Saison außerdem noch zu jung. "Die Hoffnung stirbt eben zuletzt", sagt sie. "Wir hoffen jetzt auf eine Schönwetterperiode."

Beim Personal fallen jetzt Minusstunden an

Die Bäderverwaltung könne durch das suboptimale Wetter "auch nicht so viel weniger Personal einsetzen", berichtet Ursula Stiefken. Ein Freibad ließe sich nicht komplett mit einer Person führen, die Kasse müsse immer besetzt sein. Bei den Reinigungskräften könne man weniger Leute einsetzen, generell "fallen jetzt bei den Beschäftigten Minusstunden an". Die Öffnungszeiten durch die nasse Witterung würden in der Neckarhalde dennoch nicht eingeschränkt, im Gesundbrunnen und in Kirchhausen gebe es eine Schlechtwetterregelung.

Personell seien die Heilbronner Freibäder gut aufgestellt, "da haben wir weniger Probleme". Zwei Rettungsschwimmer habe die Bäderverwaltung für diese Saison angestellt, Unterstützung erhalte man auch von der DLRG. Nun komme den Heilbronner Bädern zugute, "dass wir kontinuierlich ausgebildet haben", unterstreicht Ursula Stiefken. Die Heilbronner Bäderverwaltung sei sogar in der Lage, die Kommunen Untergruppenbach und Gundelsheim zu unterstützen.

 


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