300 Teilnehmer bei Demo gegen Rassismus

Heilbronn  Etwa 300 Teilnehmer haben am Samstag an einer Anti-Rassismus-Demonstration in Heilbronn teilgenommen. Gegen rassistische Gewalt und Hetze und für Gleichbehandlung unabhängig von Herkunft und Hautfarbe zogen die Teilnehmer von der Theresienwiese bis zum Bollwerksturm.

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An der Kundgebung haben sich laut Organisator Gregor Landwehr mehrere Organisationen beteiligt. Darunter die Partei Die Linke, der Deutsch-Afrikanische Verein, der Kurdische Kulturverein, die Interventionistische Linke, die Gruppe Antifa-Abend, die Aktion Seebrücke und Fridays for Future.

Die Demo startete auf der Theresienwiese mit einer Schweigeminute für die Opfer von Rassismus und rechter Gewalt. Anschließend wurden Namen von Opfern verlesen. Gülistan Ates vom Kurdischen Kulturverein sprach sich in ihren Beitrag gegen unterschwellige oder direkte Benachteiligung von Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihrer Religion und ihrer politischen Meinung aus.

Dann zogen die Demonstrationsteilnehmer, flankiert von einem Großaufgebot der Polizei über die Götzenturmbrücke Richtung Innenstadt. Auf dem Friedensplatz gab es eine weitere Kundgebung. Anschließend ging es über die Allee in Richtung Bollwerksturm, wo die Demonstration endete. Angelo Bengui vom Deutsch-Afrikanischen Verein hielt dort ein Abschlussplädoyer. „Wir haben es uns nicht ausgesucht, dass wir schwarz sind. Wir wollen akzeptiert werden und nicht nur toleriert.“ Der Verein helfe Afrikanern, sich in Deutschland zu integrieren, sagte der gebürtige Angolaner, der seit 30 Jahren in Deutschland lebt.

Die Veranstaltung lief laut Polizei friedlich. 


Jörg Kühl

Jörg Kühl

Autor

Jörg Kühl arbeitet seit 2020 als Redakteur der Heilbronner Stimme.

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