Behelfsbrücke auf der A6 zwischen Kirchhausen und Biberach ist demontiert

Heilbronn  Fast das gesamte Wochenende dauerten die Arbeiten an der Stahlbrücke. Die Auto- und Lkw-Fahrer können allerdings noch nicht aufatmen: Ab Montag wird die Anschlussstelle Heilbronn/Untereisesheim gesperrt.

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Zwischen Kirchhausen und Biberach wurde am Wochenende die Behelfsbrücke deinstalliert. Die A6 musste deshalb gesperrt werden.

Foto: Ekkehart Nupnau

Eine Sperrung jagt auf der Autobahn A6 die nächste. Nachdem die Anschlussstelle Heilbronn/Untereisesheim in Fahrtrichtung Mannheim mehrere Tage dicht war, mussten die Autofahrer am vergangenen Wochenende mit Behinderungen zwischen den Anschlussstellen Untereisesheim und Bad Rappenau umgehen. In zwei Zeitfenstern wurde zwischen den Stadtteilen Kirchhausen und Biberach eine Behelfsbrücke demontiert. Diese war im Dezember 2018 installiert worden, hat nun aber ihre Schuldigkeit getan.

Die Autobahn war am Freitag ab 21 Uhr in Fahrtrichtung Mannheim gesperrt. Die Sperrung wurde zwar am Samstagnachmittag wieder aufgehoben. Dann war allerdings die Gegenfahrbahn an der Reihe, die von Samstag in Fahrtrichtung Nürnberg ab 8 Uhr nicht mehr befahrbar war. Erst ab 11 Uhr am Sonntagvormittag konnte die aus Sicherheitsgründen erfolgte Sperrung wieder aufgehoben werden. Stellenweise bildeten sich kilometerlange Staus in beide Richtungen.

Die Behelfskonstruktion konnte erst jetzt wieder entfernt werden, weil die neue Spannbetonbrücke diese Woche fertiggestellt wurde. "Die Zwischenlösung war also nicht mehr nötig", erklärt Michael Endres von ViA6West.

Sperrung wurde für weitere Arbeiten genutzt

Für die Demontage wurde wie bereits bei der Installation im vergangenen Jahr schweres Gerät benötigt. "Der Kran braucht den Platz der kompletten Fahrbahn ", so Endres. Auf die Kreisstraße habe man ihn nicht stellen können, weil er abgestützt werden musste, um nicht umzukippen. Dann habe der Kran die Behelfsbrücke herausgeschoben und beide mehrere Tonnen schwere Teile auf zwei Tieflader gelegt, die die Konstruktion im Anschluss weggebracht haben. Um die Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten, wurde die Vollsperrung der A6 darüber hinaus auch noch für Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten genutzt. In der Nacht zu Freitag seien zahlreiche Schaulustige unterwegs gewesen, um die Arbeiten zu verfolgen. Verboten sei das aber nicht, so Michael Endres.

Diese Woche soll die A6-Anschlussstelle Heilbronn/Untereisesheim in Fahrtrichtung Nürnberg gesperrt werden - und zwar von Montag bis Freitag. Betroffen sind die Auf- und Abfahrt. Der Grund: der Bau der neuen Fahrbahn sowie die Anbindung der neuen Brücke an die Rampe.

Die neue Brücke hat einen Fahrradweg

Die Autobahn A6 wird auf der Strecke zwischen den Anschlussstellen Wiesloch/Rauenberg und dem Weinsberger Kreuz sechsstreifig ausgebaut. Dafür müssen bis 2022 allein über 30 Brückenbauwerke ersetzt und erneuert werden. Auch die 75,50 Meter lange Brücke zwischen Biberach und Kirchhausen musste deshalb erneuert werden. "Auf der neuen Brücke gibt es jetzt auch ausreichend Platz für Radfahrer. Das war vorher nicht so", erzählt Michael Endres.

Startschuss für das Mammutprojekt war Anfang April 2017. Seitdem werden immer wieder Teilabschnitte der Ost-West-Verbindung gesperrt. 2022 soll der Ausbau der Autobahn beendet sein. Das Projektvolumen umfasst laut Baukonsortium ViA6West über eine Milliarde Euro.

 


Elfi Hofmann

Elfi Hofmann

Autorin

Als Redakteurin kümmert sich Elfi Hofmann seit April 2019 um Bad Rappenau, Siegelsbach, Massenbachhausen und Zaberfeld.

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