Erlebnispark Tripsdrill in Cleebronn öffnet heute

Cleebronn  Die Achterbahnen sind getestet, die letzten Pflanzen gesetzt. Lange haben die Gäste warten müssen, jetzt dürfen sie sich über die Eröffnung des Erlebnisparks freuen. Am Vormittag startet Tripsdrill in die Saison.

Von unserer Redaktion
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Am Freitag, 11. Juni, wird der Erlebnispark seine Pforten öffnen. "Wir sind froh, endlich wieder eine Perspektive zu haben", sagt Pressesprecher Birger Meierjohann. Erleichterung schwingt in seiner Stimme mit. Mit Volldampf wurde der coronabedingt verspätete Saisonbeginn vorbereitet. Wildparadies und Natur-Resort mit Baumhäusern und Schäferwagen sind bereits am Start.

Kreissägen kreischen bis zum Schluss

Normalerweise ist es der Nervenkitzel der Loopings, der die Besucher lauthals kreischen lässt. Bis zum Schluss verursachten Kreissägen diese Geräuschkulisse. Sie drang zum Beispiel aus dem "Wirtshaus zur goldenen Lanze", dem Stationsgebäude für die "Hals-über-Kopf"-Achterbahn", die 2020 ihre Jungfernfahrt hatte. Mitarbeiter waren mit der Holzverkleidung beschäftigt. Authentische Materialien liefern den gewünschten Nostalgieeffekt. Balken aus alten Gebäuden finden eine neue Verwendung ebenso wie Biberschwanz-Dachziegel.

Markus Braun, Abteilungsleiter der Gärtnerei, setzte mit seinen 14 Mitarbeitern die letzten Pflanzen. 15.000 Blumen umfasst der Sommerflor, allein die Außenanlage von "Hals über Kopf" und "Volldampf" ist mit 8000 Bodendeckern und 35 neuen Bäumen begrünt. "Die Leute kommen auch gerne zu uns wegen der Parklandschaft", weiß Birger Meierjohann.

Lange Warten war nervenaufreibend

Braun ist über den Regen im Frühjahr froh gewesen. Vier Mann seien an warmen Tagen ausschließlich mit Gießen beschäftigt, berichtet er. In den Restaurants und Gastrostationen wurde geputzt und eingeräumt, im Geschenkeladen waren die Regale zu füllen. In den Zügen der Holzachterbahn "Mammut" nahmen noch für Kurzem Dummys für die Testfahrten Platz. Jetzt warten die Anlagen auf die ersten Besucher.

Weil die Corona-Pandemie den Saisonstart am 27. März verhindert hat, habe man Zeit gehabt, prophylaktisch Sensoren oder Reibräder auszutauschen. "Dann holt uns das in der Saison nicht ein." Es sei "nervig" gewesen, dass die Öffnung immer wieder ins Ungewisse verschoben wurde. "Jetzt hat man ein Ziel vor Augen", freut sich nicht nur der Werkstattmeister Lukas Martschik.

2020 hat der Erlebnispark 55 von 212 Saisontagen verloren, in diesem Jahr geht Meierjohann von 76 von 226 Tagen aus. Deshalb überlege man, über den 7. November hinaus geöffnet zu lassen.

Wie zeitaufwendig ist die Kontrolle der Corona-Schnelltests?

Bis zu 200 Beschäftige seien in Kurzarbeit gewesen. Im August arbeiten etwa 450 Menschen im Freizeitpark. Der Personaleinsatz bei der Schnelltest-Kontrolle am Einlass sei noch nicht greifbar. Für die Parkaufsicht zur Einhaltung der Corona-Regeln benötigt Tripsdrill ebenfalls zusätzliche Kräfte. Der 41-Jährige hofft, dass das Budget für das Hygienekonzept in diesem Jahr unter dem sechsstelligen Betrag des Vorjahres liegt.

Monatelang habe man jede Woche auf Neuigkeiten gewartet, meint Meierjohann. Vergeblich. Jetzt ist aber Zuversicht angesagt. Der beklemmende Anblick eines lahm gelegten Freizeitparks verschwindet nun vor seinen Augen. "Wir leben von glücklichen Gesichtern."

Tickets und Schnelltests

Tickets müssen online gebucht werden und tagesdatiert sein. Das müssen auch Besitzer von Jahreskarten beachten. Außerdem benötigen Besucher einen negativen Covid-19-Schnelltests, dieser darf maximal 24 Stunden alt sein und muss von einer offiziellen Stelle durchgeführt worden sein. Für Schüler ist ein von der Schule bescheinigter negativer COVID-19-Test ausreichend, der 60 Stunden Gültigkeit hat. Geimpfte müssen einen offiziellen Impfnachweis vorlegen. Kinder unter 6 Jahren müssen keinen Schnelltest nachweisen.

 

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