Touren online planen: Am Computer fängt das Radvergnügen an

Heilbronn  Tipps und Tricks für die Vorbereitung und die Navigation von Wanderungen oder Fahrradtouren geben bei der Lesersommer-Aktion zusammen mit dem Bürgerportal Meine.Stimme zwei Experten der Herzsportgruppe Radel-Vision Heilbronn. Überraschend viele Frauen interessieren sich dafür.

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"Navigation ist Freizeit für den Kopf." Was Ernst Mayer mit diesem Satz meint, wird bei der Lesersommer-Aktion "Touren online planen" in gut zwei Stunden klar. Zehn Leser nutzen die Chance, sich von zwei Experten die Möglichkeiten zeigen zu lassen Rad- oder Wandertouren daheim online zu planen und sich dann unterwegs per Smartphone navigieren zu lassen. Uwe Heinz und Ernst Mayer nutzen das ausgiebig - sie sind beide bei der Herzsportgruppe Radel-Vision Heilbronn als Tourenleiter aktiv. Auch auf dem Bürgerportal Meine.Stimme stellen Sie ihre Berichte der Touren ein.

Doch vor dem Genuss in der Natur kommt die Arbeit daheim am Computer. Und die Entscheidung: Welches Portal, welchen Anbieter wähle ich? Uwe Heinz zeigt exemplarisch an drei Portalen die Vor- und Nachteile auf: Komoot, Outdooraktive und Brouter.

Planung gleicht einem Drehbuch

Am Ende der Schulung rauchen viele Köpfe, aber alle sind jetzt schon voller Vorfreude: Jürgen Riedinger ist zum Beispiel seit kurzem im Vorruhestand und will "nicht immer auf ausgetretenen Pfaden fahren". Am Ende ist der Bad Friedrichshaller begeistert: "Das ist hier eine super Option, fundiert Tipps und Tricks zu hören." Etwa der Einwurf von Ernst Mayer: "Wenn Sie vermeiden wollen, auf Schotterpisten zu fahren, dann klicken Sie in der Auswahl des Fortbewegungmittels einfach auf "Rennrad". Dann zeigt Ihnen das Portal keine Schotterwege an." Natürlich muss sich nun jeder daheim selbst ausprobieren. So haben es der 80-jährige Ernst Mayer und der 76-jährige Uwe Heinz auch gemacht. Für Mayer gleicht die Planung sogar einem Drehbuch: "Das entscheidet, ob die Tour zu einem kleinen oder großen Abenteuer wird."

Der Heilbronner Uwe Heinz hat an alles gedacht: Sogar Handyhalterungssysteme für den Lenker macht er zum Thema. Schließlich darf da nichts wackeln oder runterfallen, die Strecke sollte gut sichtbar sein. Auch die Referenten staunen übrigens an diesem Vormittag: Sieben der zehn Teilnehmer sind Frauen. "Ich weiß von meiner Frau, dass Damen sich oft nicht für die Navigation interessieren. Es gibt doch schließlich Radhinweisschilder..." Dass aber gerade diese oft der Fehler im System sind, berichten mehrere Teilnehmerinnen: Anneliese Trommler (Möckmühl) zum Beispiel hat sich schon oft geärgert, dass Fahrradwege nicht gut oder missverständlich ausgeschildert sind. Da pflichtet Sonja Kircher aus Neuenstein bei: "Oft sind in alle Richtungen Radwegschilder, aber es steht nicht dabei, wo die im Einzelnen hinführen."

Da helfen dann die Planungs- und Navigationsangebote weiter. An einem Beispiel zeigt Uwe Heinz, wie das im Detail genau geht. Natürlich darf auch der Hinweis nicht fehlen, wie bereits bestehende Touren, zum Beispiel von der Homepage vom Heilbronner Land, dank der Planungsportale schließlich mit wenigen Klicks aufs Smartphone kommen.

Weitere Infos auf dem Bürgerportal www.meine.stimme.de.


Katja Bernecker

Katja Bernecker

Editorin

Katja Bernecker arbeitet seit 1999 bei der Heilbronner Stimme. Sie betreut das Bürgerportal meine.stimme und die Vereinsseiten für den Stadt- und Landkreis Heilbronn.

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