Theodor Heuss - ein Agent für Amerika?

Theodor Heuss - ein Agent für Amerika?
John J McCloy, amerikanischer Weltbankpräsident und Hochkommissar in Deutschland (von links), Präsident Theodor Heuss, Ellen McCloy und Samuel Reber, Diplomat und späterer Hoher Kommissar in Deutschland im September 1952 in Bonn. Foto: imago images/United Archives International   Bild: imago images / United Archives International

Region/Stuttgart  Ein deutschstämmiger Militärhistoriker aus Washington schreibt den USA maßgeblichen Einfluss auf die politische Karriere des ersten Bundespräsidenten zu. Was ist dran an der wissenschaftlichen Abhandlung?

Von Wolfgang Müller

War Theodor Heuss ein amerikanischer Agent? Und die politische Karriere des ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland von Gnaden des amerikanischen Nachrichtendienstes? Wie das Magazin "Der Spiegel" in seiner jüngsten Ausgabe berichtet, behauptet das der deutschstämmige US-Militärhistoriker Thomas Boghardt in einer wissenschaftlichen Abhandlung. Heuss-Experten zweifeln an dieser Darstellung. Die Geschichte sei schön und schlüssig erzählt. "Die Quellenlage ist aber äußerst dünn", sagt