Stadt- und Landkreis Heilbronn verhängen vorerst weiterhin keine Ausgangssperre

Region  Laut neuester Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg könnten Landkreise Ausgangsbeschränkungen verhängen, wenn an drei Tagen in Folge die Sieben-Tages-Inzidenz über 100 liegt. Bislang sehen das weder die Verantwortlichen im Stadtkreis noch die im Landkreis Heilbronn vor.

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Bisher haben nur wenige Landkreise und Städte in Baden-Württemberg eine erneute Ausgangssperre verhängt. Weiterhin verschont davon sollen die Menschen in Heilbronn und im Landkreis Heilbronn bleiben, heißt es am Montagnachmittag von Behördenseite. Und das trotz Inzidenzwerten von weit über 100. „Bisher ist nichts in dieser Hinsicht geplant“, heißt es aus dem Landratsamt. Derzeit gebe es keine Anhaltspunkte im Infektionsgeschehen, die eine solche Beschränkung nötig machen würden. „Wir warten darauf, was das Land sagt.“

Auch in der Stadt Heilbronn ist bislang nichts dergleichen angedacht. „Die Landesregierung kann die Sperre anweisen, wenn alle anderen Maßnahmen nicht mehr greifen“, erklärt Pressesprecherin Suse Bucher-Pinell und spielt damit auf die Notbremse an, die ab Dienstag in Kraft tritt: Museen schließen dann wieder, in den Geschäften ist nur noch Click and Collect erlaubt. Auch körpernahe Dienstleister müssen schließen, Friseure dürfen allerdings weiterhin geöffnet bleiben. Im Landkreis Heilbronn gelten diese Maßnahmen bereits seit dem 24. März. 

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte am Samstag erklärt, dass die nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr in Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 pro 100.000 Einwohner wieder greifen werde. Kretschmann betonte, die Notbremse sei „ein scharfes Instrument, vor allem bei uns, weil wir sie mit Ausgangsbeschränkungen machen“.

Am frühen Montagabend kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) an, dass Zögern trotz hoher Inzidenz vom Land nicht toleriert werde: „Wenn wir den Eindruck haben sollten, dass die Notbremse vor Ort ausgesessen wird, werden wir als Land unter anderem mit klaren Weisungen einschreiten.“

Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei Tagen hintereinander den Wert 100 überschreitet, soll das Gesundheitsministerium die betroffenen Landräte anweisen, die entsprechenden Regeln umzusetzen, "wenn alle anderen Maßnahmen versagt haben", so heißt es in der Verordnung. Wann das in Land- und Stadtkreis Heilbronn umgesetzt wird, ist unklar. Der Hohenlohekreis hingegen hat bereits angekündigt, eine Ausgangsbeschränkung in der Nachtzeit und eine erweiterte Maskenpflicht anzuordnen.

 

  


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Elfi Hofmann

Elfi Hofmann

Autorin

Elfi Hofmann ist seit April 2019 bei der Heilbronner Stimme und dort vor allem im Kraichgau unterwegs. Sie ist für Bad Rappenau, Siegelsbach und Hüffenhardt zuständig und gehört dem Thementeam Umwelt an.

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