Obereisesheimer Freibad eröffnet bei neun Grad die Saison

Neckarsulm  Schwimmer bekommen in Obereisesheim wieder Oberwasser: Das Freibad hat die Saison eröffnet, das löst nach langer Abstinenz Glücksgefühle bei Badegästen aus.

Von Ralf Schick
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Nichts für Warmduscher: Zumindest die Außentemperatur ließ gestern etwas zu wünschen übrig. Die Schwimmer zogen bei 25 Grad Wassertemperatur ihre Bahnen − endlich wieder, dürfte so mancher gedacht haben.

Foto: Ralf Schick

Neun Grad und Nieselregen, doch hartgesottene Schwimmer lassen sich durch nichts aufhalten. Kurz nach 7 Uhr stehen am Mittwochmorgen die ersten Besucher vor dem Ernst-Freyer-Bad im Neckarsulmer Stadtteil Obereisesheim und bestellen ihre Eintrittskarten für die Saison. Punkt 8 Uhr ziehen die ersten dann ihre Bahnen im 25 Grad warmem Wasser. Als eines der ersten Freibäder in der Region öffnete das Bad gestern früh seine Pforten.

Zufriedene Gäste

"Das ist so schön, das können Sie sich gar nicht vorstellen", schwärmt Sibylle Stellrecht aus Heilbronn, die extra nach Neckarsulm-Obereisesheim gekommen ist, um das erste Bad im Freien dieses Jahr zu nehmen. "Die Heilbronner haben ja noch zu, also musste ich unbedingt hierher", schwärmt die Schwimmerin nach ihrem halbstündigen Bad.

Auch Jana und Michael kraulen bei Dauernieselregen auf und ab. "Wenn Du Dich mal überwunden hast und drinnen im Wasser bist, ist das richtig klasse", schwärmen beide vom ersten Freibadbesuch des Jahres, auch wenn das Wetter alles andere als badetauglich erscheint.

Eröffnung verschoben

Eigentlich wollte die Stadt Neckarsulm das Ernst-Freyer-Bad schon Anfang Mai öffnen, doch weil die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen Ende April noch weit über 100 pro 100.000 Einwohner lagen, musste der geplante Start kurzfristig verschoben werden. Dann war die Eröffnung erst für den 30. Juni anvisiert. "Da dachten wir, wir können jetzt noch in Ruhe die Warmduschen renovieren", sagt Aquatoll-Betriebsstellenleiter Tobias Laux.

Doch die Stadt hatte inzwischen auch dank der stark gefallenen Inzidenzen die Eröffnung spontan auf den gestrigen Mittwoch gelegt, auch wenn die Warmduschen da gerade erst verfugt wurden. "Die Duschen werden bis zum Wochenende fertig sein", verspricht Laux.

Auch der Oberbürgermeister ist dabei

"Auch wenn manches jetzt bei der Eröffnung noch nicht ganz fertig sein sollte, war es doch ein richtiger Schritt, das jetzt noch in den Ferien zu tun", sagt Oberbürgermeister Steffen Hertwig. "Zumal ja auch das Wetter zum Wochenende hin richtig warm werden soll", betont Hertwig. "Normalerweise ist ja eine Freibaderöffnung nicht unbedingt ein Termin, wo ich extra komme, aber in diesen außergewöhnlichen Zeiten wollte ich den ersten Schwimmern dann doch Hallo sagen", sagt er.

"Wir haben im Februar mit den Vorarbeiten begonnen", sagt Diana Schubert, Fachangestellte für Bäderbetriebe. So wurde etwa das Sanitätshaus neu verkleidet und der Fallschutz bei den Spielgeräten in der Nähe des Eingangs vergrößert. Auch eine neue Familienumkleidekabine wird es wieder geben, die dann genutzt werden kann, sobald die Inzidenz dies zulässt.

Teststation möglich?

Möglicherweise könnte es demnächst schon eine Corona-Teststation auf dem gegenüberliegenden Happy-Match-Parkplatz geben. "Da ist aber überhaupt noch nichts spruchreif", sagt Happy-Match-Pächter Sebastian Häberlen. Bislang gebe es nur ein Telefonat mit einem mobilen Testzeltbetreiber, der sich das vorstellen kann.

Für den Besuch des Ernst-Freyer-Bades stehen derzeit drei Zeitfenster zur Auswahl: von 8 bis 10 Uhr für Frühschwimmer, von 11 bis 17 Uhr für Familien und von 18 bis 20 Uhr für Abendschwimmer. Die Einzeleintrittskarten können online über die Homepage des Aquatoll unter www.aquatoll.de mit einem entsprechenden Zeitfenster gebucht werden. Freibadbesucher müssen neben der Online-Reservierung einen Nachweis über eine Corona-Schutzimpfung, eine überstandene Erkrankung oder einen negativen Test vorlegen.

 


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