Saharastaub auch wieder bei uns in der Region?

Region  Bereits Anfang Februar hat sich gelber Saharastaub über weite Teile der Region, aber auch auf Windschutzscheiben und Fenster gelegt. Jetzt zieht das Wetterphänomen wieder über Deutschland. Ein Wetterexperte erklärt, warum wir unsere Autos trotzdem waschen können.

Von Lisa Könnecke und dpa

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Der Saharastaub hat Anfang Februar für einen trüben Himmel beim Blick von Bönnigheim auf den Michaelsberg bei Cleebronn gesorgt. Foto: Archiv/ Veigel

Noch vor wenigen Tagen konnten die Winterjacken kaum dick genug sein, jetzt reicht in der Sonne manchmal schon ein Pullover. Auch am Wochenende hat es viele Menschen in Heilbronn ins Freie gezogen. Sonnenanbeter haben dieses milde Wetter Hoch „Ilonka“ zu danken, das Deutschland in den kommenden Tagen ungewöhnlich milde Höchstwerte und einen Vorgeschmack auf den Frühling beschert. Die Temperaturen liegen dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge zwischen 12 und 18 Grad.

Heiße Windströme bringen wieder Saharastaub 

Doch die heißen Windströme wirbeln auch Saharastaub zu uns nach Deutschland. Bereits Anfang Februar hatte das Wetterphänomen den Himmel in weiten Teilen der Region in ein gelb trübes Licht gehüllt. Und diesmal? „Am besten ist der Saharastaub im Alpenraum bei Südtirol und im Westen Deutschlands zu sehen“, erklärt Andreas Friedrich, Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes auf Stimme-Anfrage. Besonders in Offenbach sei am Montagnachmittag der Himmel dunstig und trüb. Ob das Wetterphänomen auch in der Region zu sehen sei, könne er pauschal nicht sagen. „Das ist schwer zu regionalisieren. Es kommt immer auf die Lichtverhältnisse an“, so der Wetterexperte.

Andreas Friedrich empfiehlt Heilbronnern ihren Blick ab und zu in die Ferne zu richten. Dann bestehe eine Chance, die Wolke, die über halb Europa zieht, am Himmel zu erspähen. „Außerdem werden spektakuläre Sonnenauf- und -untergänge erwartet.“ Noch bis Mittwoch könne der Saharastaub anhalten.

Windschutzscheiben bleiben diesmal verschont 

Entwarnung gibt Friedrich für Autoliebhaber. „Wer sein Pkw waschen möchte, kann das ohne weitere Bedenken tun. Der Saharastaub ist dieses Mal in höheren Luftschichten unterwegs, also ungefähr acht bis zehn Kilometer über unseren Köpfen.“ Vergangenes Mal habe der Sand auf Windschutzscheiben und Fenster nur Spuren hinterlassen, weil es Regen gab. „Aktuell ist alles trocken“. Auch über die Luftqualität brauche man sich aufgrund der Entfernung keine Sorgen zu machen. 

 


Lisa Könnecke

Lisa Könnecke

Volontärin

Lisa Könnecke arbeitet seit Februar 2020 als Volontärin bei der Heilbronner Stimme.

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