Radioaktives Abwasser im Kernkraftwerk Neckarwestheim ausgetreten

Neckarwestheim  Im Kernkraftwerk Neckarwestheim ist radioaktives Wasser ausgetreten. Wie das Umweltministerium am Mittwoch mitteilte, wurden dadurch weder Menschen noch Umwelt beeinträchtigt.

Von dpa und unserer Redaktion
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Das Atomkraftwerk GKN II soll noch bis Ende 2022 am Netz bleiben. Den ersten Rückbau-Antrag hat die EnBW bereits eingereicht. Foto: Archiv/Veigel

Nach internationalen Kriterien handelt es sich um einen meldepflichtigen Vorfall von geringer sicherheitstechnischer Bedeutung. Die undichte Stelle war bei einem Routinerundgang am vergangenen Mittwoch in einem separaten Raum entdeckt worden. Am Gehäusedeckel einer Armatur und auf dem Boden hatten sich Rückstände befunden.

Geringfügige Kontamination

Der betroffene Abschnitt verarbeitet radioaktiv belastetes Abwasser und gehört nicht zum Sicherheitssystem des Kernkraftwerks. Obwohl der Systemabschnitt zum Zeitpunkt der Feststellung des Befundes in Betrieb war, wurde keine Leckage von flüssigem Medium mehr beobachtet. Die Armatur wurde ersetzt. Die Ursache sollte geprüft werden. Der betroffene Raum, der als Sperrbereich gekennzeichnet ist,  wurde sehr geringfügig kontaminiert, heißt es in der Pressemittelung des Umweltministeriums.

Der Block II in Neckarwestheim produziert als letzter Atommeiler in Baden-Württemberg noch Strom. Er soll spätestens Ende 2022 abgeschaltet werden.


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