Polizei setzt auf verstärkte Kontrollen zum Schulanfang

Heilbronn  Im Rahmen der Aktion "Sicherer Schulweg" suchen Beamte des Polizeipräsidums Heilbronn das Gespräch mit Eltern und Schülern in Sachen Verkehrssicherheit. Die Ordnungshüter überwachen auch die Anschnallpflicht, das Einhalten von Park- und Halteverboten oder das Handyverbot.

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Polizeisprecher Daniel Fessler (rechts) kommt vor dem Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium in Böckingen mit Stefan Hanka und Tochter Lisa ins Gespräch.

Foto: Lisa Könnecke

Dienstagmorgen, acht Uhr: Daniel Fessler, Sprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn, steht vor dem Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium in Böckingen und erzählt, dass die Lage heute früh kurz vor Schulbeginn besonders chaotisch gewesen sei. "Manchmal macht es den Eindruck, dass Eltern ihre Kinder am liebsten direkt ins Klassenzimmer fahren wollen", sagt er. Stattdessen empfiehlt der Hauptkommissar etwas außerhalb der Schule zu parken und lieber ein paar Minuten zu Fuß zu gehen.

Straßenkontrolle zum Schulbeginn

Wie jedes Jahr nimmt das Polizeipräsidium Heilbronn den Beginn des neuen Schuljahres als Anlass, um Eltern und Schüler zum Thema Sicherheit im Straßenverkehr aufzuklären.

Daniel Fessler erzählt, dass die an Ampeln und Zebrastreifen platzierten Beamten in erster Linie eine präventive Absicht verfolgen: "Wir wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen und sie über mögliche Gefahren im Straßenverkehr aufklären."

Helm am Lenker, statt auf dem Kopf

Schwerpunkte der Kontrolle seien beispielsweise die Überwachung der Anschnallpflicht, Park- und Halteverbote auf Geh- und Radwegen oder das Handyverbot am Steuer. Was laut dem Polizeikommissar auch hin und wieder vorkommt, sind Eltern, die mit dem Handy am Ohr ihre Kinder zur Schule fahren. "Das geht natürlich nicht."

Manchmal sieht die Polizei auch Kinder oder Jugendliche, die ihren Helm am Lenker des Fahrrads aufhängen, statt auf dem Kopf tragen. "Ich sage dann immer, der Helm soll nicht das Fahrrad schützen, sondern die Person, die darauf sitzt."

 

 

Polizei hofft auf langfristige Wirkung

Daniel Fessler hofft, dass die alljährliche Aufklärung durch die Polizeibeamten eine langfristige Wirkung bei den Verkehrsteilnehmern erzielt. Eine erste Bestätigung könnte die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Kindern und Jugendlichen im Straßenverkehr sein, die in Baden-Württemberg Daniel Fessler zufolge rückläufig ist. Daniela Lubojanski findet es super, dass die Polizei zum Start der Schule Präsenz zeigt: "Erst dachte ich, es sei etwas passiert", gesteht sie. Als sie erfuhr, um was es ging, war sie erleichtert. "Jetzt fühlen sich die Kinder an ihrem ersten Schultag bestimmt gut und sicher." So wie die mehr als 4000 Kinder aus dem Stadt- und Landkreis Heilbronn, hat auch ihre Tochter Alina heute ihren ersten Tag auf dem Gymnasium.

Die Zehnjährige erzählt, dass ihr Vater täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt. Wenn sie gemeinsam einen Ausflug machen, "dann ist der Helm sehr wichtig".

"Keine gravierende Verstöße"

Auch das Ehepaar Stefan und Natascha Hanka aus Schwaigern findet Sicherheit im Straßenverkehr ein "wichtiges Thema". Tochter Lisa habe erst vor kurzem ihre Fahrradprüfung erfolgreich absolviert.

Nach gut drei Stunden neigt sich die Verkehrskontrolle des Polizeipräsidiums Heilbronn dem Ende zu. Pressesprecher Daniel Fessler zieht ein positives Fazit: "Es gab keine gravierenden Verstöße." Die Eltern hätten in den Gesprächen Einsicht und Verständnis gezeigt.


Lisa Könnecke

Lisa Könnecke

Volontärin

Lisa Könnecke arbeitet seit Februar 2020 als Volontärin bei der Heilbronner Stimme.

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