Pflichtunterricht größtenteils abgedeckt

Eppingen  119 Junglehrer des Schulamts Heilbronn in der Hardtwaldhalle vereidigt.

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In zwei Gruppen sind am Freitag die Junglehrer des Schulamts Heilbronn in der Eppinger Hardtwaldhalle vereidigt worden.

Foto: Ralf Seidel

"Sie übernehmen Aufgaben, die für die Kinder und Jugendlichen und damit auch für die gesamte Gesellschaft wichtig sind." Mit diesen Worten begrüßte der Heilbronner Schulamtsdirektor Markus Wenz am Freitagmorgen 119 Junglehrer, die zur Vereidigung in die Eppinger Hardtwaldhalle gekommen waren.

Aufgrund der Abstandswahrung in Corona-Zeiten wurde die Veranstaltung in zwei Gruppen unterteilt. Insgesamt sind 146 Lehrer zum neuen Schuljahr 21/22 im Bereich des Staatlichen Schulamts Heilbronn für die Grund-, Haupt-, Werkreal-, Real-, Gemeinschaftsschulen sowie die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) fest eingestellt worden. 27 Lehrer waren bereits in den letzten Ferienwochen für die Lernbrücken eingesetzt worden und wurden bereits vereidigt.

Im Vorjahr waren es 194 Junglehrer. In der Regel werden alle Lehrer als Beamte auf Probe eingestellt.

Austausch mit Kollegen

Wichtig war für Markus Wenz, die jungen Pädagogen zum Austausch mit Kollegen anzuregen: "Sorgen Sie dafür, dass Sie nicht stehenbleiben, holen Sie sich Informationen im Unterricht von Kollegen." Besonders in der Pandemie habe sich gezeit, wie notwendig der Austausch sei.

Bei den Schülerzahlen sind es vor allem die Grundschulen in Stadt und Landkreis Heilbronn, die einen Zulauf bekommen. Die Zahl der Erstklässler steigt im Vergleich zum Vorjahr von 3918 um 170 auf 4088. In den weiterführenden Schulen gibt es zwei unterschiedliche Trends. Während die Gemeinschaftsschulen in Klasse fünf mit 688 (gegenüber 686 im Vorjahr) stabil bleiben, verzeichnen die Haupt- und Werkrealschulen (243 statt 261) und Realschulen (1436 statt 1496) sinkende Zahlen. Groß ist der Rückgang der Zehntklässler der Werkrealschulen von 200 auf nunmehr 132.

Werkrealschulen mit sinkenden Zahlen

Der Grund für die sinkenden Zahlen der Klasse Zehn liegt darin, dass die Heilbronner Werkrealschulen an der Rosenauschule und der Albrecht-Dürer-Schule mit den nächsten Jahren auslaufen. Unterdessen startet im neuen Schuljahr die Wartbergschule in Klasse Fünf mit einem Werkrealschulzug.

"Mit den bislang umgesetzten Neueinstellungen sowie weiteren Personalmaßnahmen kann der Pflichtunterricht im Schulamt Heilbronn zum jetzigen Zeitpunkt an den meisten Schulen abgedeckt werden. Wo Personal fehlt, wird noch nach Lösungen gesucht", so Markus Wenz, und man unternehme große Anstrengungen, weitere qualifizierte Lehrkräfte zu gewinnen.

Neben unbefristeten und befristeten Einstellungen sowie Personalverschiebungen hofft das Schulamt im Wesentlichen auf Deputatserhöhungen von Lehrkräften, die bisher in Teilzeit arbeiteten.

Die Luise-Bronner-Realschule erweitert ab dem kommenden Schuljahr den Kreis der Ganztagsschulen, der damit 64 Schulen umfasst.

Ulrike Speck, Leiterin der Hellbergschule Eppingen, wies bei der Feier auf die große Verantwortung der neuen Lehrer hin und nannte mit Digitalisierung und Inklusion zwei Herausforderungen, die auf die Junglehrer zukommen werden. Während Oberbürgermeister Klaus Holaschke die Begrüßung am frühen Morgen übernahm, hieß im zweiten Veranstaltungsteil Stellvertreter Herbert Meixner die Junglehrer willkommen: "Gestalten Sie Ihren Beruf, der eine Berufung ist."

 

Für das neue Schuljahr 2021/22 sind mit Stand zum 31. August im Bereich des Schulamts Heilbronn in den Grund-, Haupt-, Werkreal-, Real-, Gemeinschaftsschulen 33219 Schülerinnen und Schüler in 1602 Klassen beschult worden. Im Hohenlohekreis gehen zum Schuljahresbeginn in die Grund-, Haupt-, Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen 30.675 Schüler in 1526 Klassen. Dazu kommen die Schüler in den Gymnasien und beruflichen Schulen. Im Hohenlohekreis wurden 101 Junglehrer neu vereidigt.


Freidhelm Römer

Friedhelm Römer

Autor

Friedhelm Römer hat Ende der 80er Jahre bei der Heilbronner Stimme volontiert, kam 2001 als Sportredakteur zurück und arbeitet seit 2009 in der Landkreisredaktion. Er kümmert sich sich hier um Schwaigern, Lauffen, Pfaffenhofen und Zaberfeld. Darüber hinaus ist er Mitglied des lokalen Bildungsteams.

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