Norovirus-Fälle bereits aus Heilbronner Kinderklinik entlassen

Heilbronn  Jüngste Norovirus-Infektionen in der SLK-Kinderklinik am Gesundbrunnen haben nichts mit dem Darmkeim zu tun, wegen dem eine zweite Intensivstation eröffnet wurde. Das stellte ein SLK-Sprecher am Mittwoch klar.

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Infektionen in der Heilbronner Kinderklinik beschäftigen derzeit einige Eltern. Aktuelle Norovirus-Fälle gibt es laut SLK allerdings keine.

Foto: Adrian Hoffmann

Wegen eines Darmkeims hat die SLK-Kinderklinik am Gesundbrunnen erst kürzlich eine zweite Intensivstation eröffnet. Wie jetzt bekannt wurde, gab es in der Kinderklinik zuletzt auch einen Norovirus-Ausbruch. Allerdings habe das eine nichts mit dem anderen zu tun, erklärt SLK-Sprecher Matthias Burkhardt. Zudem seien bereits alle zehn Kleinkinder, die stationär aufgrund der Magen-Darm-Erkrankung behandelt wurden, bereits entlassen worden.

"Ihnen ging es allen wieder so gut, dass sie daheim vollständig gesund werden können", sagt Burkhardt. Um Missverständnissen und Fehleinschätzungen vorzubeugen, stellt er klar: Die Darminfektionen mit dem Keim "Serratia marcescens", weshalb übergangsweise eine zweite Kinderintensivstation eröffnet wurde, stehen weder in einem zeitlichen noch medizinischen oder räumlichen Zusammenhang zu den Norovirus-Infektionen. Die Norovirus-Fälle seien auf einer anderen Station behandelt worden.

 

Zehn Kleinkinder wurde wegen Norovirus stationär behandelt

Gerüchten, wonach es auf den Intensivstationen und in der gesamten Kinderklinik aktuell Norovirus-Fälle geben soll, tritt SLK-Sprecher Burkhardt entgegen. "Beides stimmt definitiv nicht." Von den zehn Kleinkindern, die betroffen waren, hätten acht das Virus mitgebracht. Die Ärzte hätten sich in diesen Fällen entschieden, die Kinder stationär zu behandeln - um sicherzustellen, dass sie nicht dehydrierten, so Burkhardt weiter. Die anderen zwei Kinder hätten sich in der Klinik mit dem Virus infiziert.

Besondere Maßnahmen zur Eindämmung

"Ein Norovirus-Ausbruch ist natürlich nichts, was an der Tagesordnung sein sollte", sagt der Kliniksprecher. Es sei aber so, dass dies saisonal leider vorkomme. Wie im Fall des Darmkeims "Serratia marcescens" würden auch beim Norovirus besondere Maßnahmen ergriffen, um eine Weiterverbreitung einzudämmen.

In Bezug auf die Serratia-Infektionen gebe es keine neuen Entwicklungen. Schwangere Frauen, die eine Frühgeburt erwarten, werden nach wie vor nicht aufgenommen. "Serratien sind Bakterien, die bei vielen Menschen zur Darmflora gehören und in der Regel kein Risiko darstellen", erklärt das Klinikum in einer Pressemitteilung. Bei Patienten mit nicht vollständig ausgebildeter Immunabwehr könnten diese Bakterien aber lebensgefährliche Infektionen verursachen.

 


Adrian Hoffmann

Adrian Hoffmann

Reporter

Adrian Hoffmann gehört dem Reporterteam der Heilbronner Stimme an, das vor allem über Blaulicht-Themen und tagesaktuelles Geschehen in der Region berichtet.

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