Neue Corona-Änderungen: Überblick für die Region

Region  Die Bundesregierung hat am Mittwoch zwar den Lockdown verlängert, aber auch Öffnungsschritte in Aussicht gestellt. Doch was bedeutet das für die Region Heilbronn und Hohenlohe? Ein Überblick über die geplanten Lockerungen und bleibenden Maßnahmen.

Email

Kontaktbeschränkungen & Maskenpflicht

Auch in den nächsten Wochen bleiben die aktuellen Kontaktbeschränkungen bestehen. Private Zusammenkünfte sind weiterhin nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Auch die Maskenpflicht bleibt weiter unverändert. Der Hotspot Heilbronn hatte dazu bereits Anfang des Monats die Regeln verschärft. Im Rest der Region gilt die Landesverordnung.

Ausgangssperre

Die landesweiten Ausgangsbeschränkungen werden zum 11. Februar 2021 aufgehoben. Wenn die 7-Tage-Inzidenz über 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner liegt, sollen Land- oder Stadtkreise nächtliche Ausgangssperren zwischen 21 und 5 Uhr erlassen, wenn das Infektionsgeschehen nicht mehr auf einzelne Events zurückzuführen und dadurch nicht mehr nachverfolgbar ist. Weil der Erlass den Kreisen erst in der Nacht zum Donnerstag zugestellt wurde, können die Ausgangssperren frühestens am Freitag in Kraft treten.

Die Stadt Heilbronn hat bereits eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Sie gilt ab Freitag, 0 Uhr. Das Landratsamt Heilbronn dagegen erlässt keine neue Allgemeinverfügung. Bürger im Landkreis dürfen damit abends und nachts ab sofort wieder unterwegs sein. Der Hohenlohekreis hat am Donnerstagabend ebenfalls eine Allgemeinverfügung für eine Ausgangssperre erlassen. Sie tritt am Freitag in Kraft und ist bis Dienstag, 23. Februar, 5 Uhr befristet.

Homeoffice

Arbeitgeber sind weiterhin verpflichtet, ihren Mitarbeitern das Arbeiten von zu Hause aus zu ermöglichen, sofern die Tätigkeit das erlaubt.

Geplante Öffnungsschritte

Schulen und Kitas

Dieser Bereich soll als erster schrittweise wieder geöffnet werden. Baden-Württemberg kündigte am Mittwochabend an, damit am Montag nach den Faschingsferien, am 22. Februar, beginnen zu wollen. Priorität haben danach Grundschulen, Abschlussklassen und Kindertagesstätten.

Friseure

Friseure dürfen ab 1. März bundesweit unter strengen Hygienebedingungen öffnen.

Handel

Im Beschluss der Bundesregierung ist auch eine Perspektive für den Handel enthalten - allerdings lässt sie offen, ab welchem Datum dieser frühestens mit Lockerungen rechnen darf. Darin heißt es, dass Länder in einem nächsten Schritt die Möglichkeit haben sollen, dem Handel eine Öffnung zu erlauben - unter der Vorgabe, dass in dem jeweiligen Stadt- oder Landkreis die Inzidenz über sieben Tage bei höchstens 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern bleibt. Pro 20 Quadratmeter dürfte sich danach ein Kunde im Laden aufhalten. 

Händler in der Region dürften nach derzeitigem Stand nicht öffnen - alle drei Kreise in der Region liegen noch deutlich über diesem Grenzwert.

Weil die Regierung davon ausgeht, dass es bei unterschiedlichen Öffnungsschritten in benachbarten Gebieten zu Shopping-Tourismus kommen könnte, sollen dagegen Vorkehrungen vereinbart werden.

Außerdem soll dann auch die Öffnung von Museen, Galerien sowie derzeit geschlossener körpernaher Dienstleistungsbetriebe ermöglicht werden.

Gastronomie, Kultur, Freizeit

Bund und Länder arbeiten noch an der Entwicklung nächster Schritte einer "sicheren und gerechten Öffnungsstrategie hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen, von Kultur, Sport in Gruppen, Freizeit, Gastronomie und Hotelgewerbe". Aktuell gibt es hier keine Änderungen.

Strengere Regeln bei hohen Infektionszahlen

In Ländern und Landkreisen, die aufgrund ihrer hohen 7-Tages-Inzidenz weiterhin die Inzidenz von 50 nicht unterschreiten können, sollen lokale oder regionale Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz beibehalten oder ausgeweitet werden.

Baden-Württemberg meldete am Mittwoch einen landesweiten Wert von 55,9. Der Stadtkreis Heilbronn und der Hohenlohekreis lagen weit über einem Inzidenzwert von 50. Die Stadt Heilbronn hatte wegen der hohen Infektionszahlen bereits Anfang des Monats verschärfte Regeln verkündet. Nur knapp über diesem Schwellenwert lag dagegen der Landkreis Heilbronn. Dort gelten derzeit die Verordnungen des Landes, so auch im Hohenlohekreis, wo zuletzt durch mehrere Ausbrüche der Inzidenzwert nach oben geschnellt war. 


Corona Newsletter

Sarah Utz

Sarah Utz

Onlineredakteurin

Sarah Utz arbeitet seit Juni 2019 in der Onlineredaktion. Sie kümmert sich um die Inhalte von stimme.de und die Entwicklung eines neuen digitalen Angebots. Davor hat sie als Onlineredakteurin im Rems-Murr-Kreis gearbeitet.

Kommentar hinzufügen