Krönung der Deutschen Weinkönigin im Zeichen von Corona

Region  Am Samstag ist das Halbfinale zur Wahl der neuen Deutschen Weinkönigin angesagt. Es steht im Zeichen von Corona, denn die Jury sitzt im Homeoffice. Württemberg entsendet seine Weinprinzessin nach Neustadt/Weinstraße.

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Als sie vor einem Jahr bei der Wahl der 72. Deutschen Weinkönigin knapp an einer Krone vorgreift, ist ihr die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. "Ich habe mit dem Kapitel abgeschlossen", gibt Tamara Elbl aus Pfedelbach-Untersteinbach diese Woche in Heilbronn zu verstehen, wo die DHBW-Studentin im Rahmen der Weindorf-Auslese und zur Herbstkonferenz des Weinbauverbandes gleich mehrere Termine absolviert, - und solche als Württemberger Weinkönigin auch bis zur Wahl ihrer Nachfolgerin am 25. November in Eppingen weiterhin wahrnehmen wird.

Neuwahl mit Wiener Studentin

Zur Wahl der "Deutschen" darf man nur einmal antreten, deshalb entsendet Württemberg diesmal eine Prinzessin ins Wahllokal nach Neustadt/Weinstadt: Henrike Heinicke. Sie stammt aus Bopfingen bei Aalen, also vom östlichen Zipfel Württembergs und studiert derzeit an der Universität für Bodenkultur in Wien. Zuvor befasste sich die Geisenheimer Absolventin der Internationalen Weinwirtschaft in ihrer Bachelorarbeit mit dem Zusammenspiel von Wein und Schokolade: selbstverständlich unter freundlicher Mitwirkung des Gundelsheimer Schokolatiers Eberhard Schell, der übrigens diese Woche bei der Weindorf-Auslese mit Oliver Adler, dem Chefsommelier des Wald & Schlosshotels Friedrichsruhe, im Schießhaus Praxisunterricht gab.

Qualifikation online verfolgen

Selten waren dwer Griff nach Krone so aussichtsreich: Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt, treten am Samstag, 18. September, nur elf Bewerberinnen zum Vorentscheid an. Die Regionalhoheiten aus Franken und Sachsen nehmen aufgrund einer verlängerten Amtszeit oder aus persönlichen Gründen nicht teil. Bei der Vorentscheidung gilt es laut DWI-Sprecher Ernst Büscher Fachfragen "kompetent, verständlich und prägnant zu beantworten". Ein wichtiger Aspekt sei auch die Fähigkeit, Weinwissen in englischer Sprache zu vermitteln. Der Wettstreit wird am Samstag ab 15.45 Uhr live über die DWI-Homepage www.deutscheweine.de, via www.deutscheweinkoenigin.de sowie auf www.swrfernsehen.de übertragen.

Finale am 24. September

Wegen der Corona-Pandemie kann nur eine begrenzte Anzahl an Fans die Kandidatinnen im Neustadter Saalbau unterstützen. Ebenfalls coronabedingt wird die rund 70-köpfige Fachjury aus Vertretern der Weinwirtschaft, Politik, Lehre und Forschung sowie der Medien nicht vor Ort sein und die Veranstaltung vor dem Bildschirm mitverfolgen. Die Entscheidung, wer die sechs Finalistinnen sein werden, die am Freitag, 24. September, die Chance haben, zur Deutschen Weinkönigin gewählt zu werden, treffen die Juroren gegen 18 Uhr: erstmals im Rahmen einer Onlineabstimmung. Auf der Homepage www.deutscheweinkoenigin.de stellt das DWI alle Kandidatinnen vor. Liveübertragungen gibt es auch unter www.deutscheweine.de und www.swrfernsehen.de. Im SWR-TV ausgestrahlt wird der Vorentscheid am Sonntag, 19. September, um 14.25 Uhr. Das Finale wird dort am 24. September, 20.15 Uhr, live gezeigt.

Karten

Wer Henrike Heinicke - spätestens im Finale vor Ort in Neustadt - anfeuern will, kann sich bei der Stadt Bopfingen oder über b.lutz@bopfingen.de um Karten bewerben: zu 48 Euro, inklusive Eintritt, Tasche mit einer guten Flasche Wein und einer Teilspende für die Flutopfer an der Ahr.

 

Kilian Krauth

Kilian Krauth

Autor

Kilian Krauth kümmert sich um die Heilbronner Kommunalpolitik, um historische und kirchliche Themen sowie um den Weinbau der Region und weit darüber hinaus.

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