Jüdisches Leben in Heilbronn erwacht langsam wieder

Jüdisches Leben in Heilbronn erwacht langsam wieder
Direkt neben dem Postgebäude an der Allee stand die Heilbronner Synagoge. 1938 wurde sie in Brand gesteckt, 1940 abgerissen. Foto: Stadtarchiv Heilbronn  

Heilbronn  Das Judentum in Heilbronn: Ein großes, spannendes und wechselvolles Kapitel Stadt- und Kulturgeschichte anlässlich des bundesweiten Gedenkjahres "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland".


Eine Thorarolle lagert in Baltimore. Ein Schächtmesser und drei Fensterfragmente sind im Stadtarchiv ausgestellt. Im Botanischen Obstgarten wurden Sandsteinquader in Fundamente eingebaut, an der Allee 4 dient einer als Mahnmal. Fragmente, nicht viel mehr: Das ist vom Gotteshaus der jüdischen Gemeinde Heilbronn übriggeblieben. Aber die Nazis haben nicht das letzte Wort. Eine neue Gemeinde ist im Aufbau In den 1990ern wächst die Zahl jüdischer Bürger, vor allem durch Immigranten aus Russland,