Ist der Muttertag noch zeitgemäß?

Region  Am 9. Mai ist Muttertag. Doch wie wichtig ist dieser Tag eigentlich? Passt er noch zu einer modernen Gesellschaft? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.

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Selbstgebastelte Geschenke gehören zu den Klassikern an Muttertag. Foto: Archiv/dpa

Wenn Kinder ihrer Mama das selbst gebasteltes Geschenk ans Bett bringen und dann in die Küche eilen, um das Frühstück zu richten, der selbst gepflückte Blumenstrauß auf dem Tisch wartet und schließlich Mama mit feuchten Augen ihre Kleinen in die Arme schließt – dann ist Muttertag. Der Tag, an dem Kinder ihre Mamas in den Himmel heben, um ihr „danke“ zu sagen für alles, was sie das ganze Jahr über für die Familie leistet. Und Hand aufs Herz: Viele Mütter lieben den Muttertag – mit allem, was dazu gehört.  

Kitschgeschenke und klassische Rollenbilder

Doch schiebt man diese rührenden Bilder beiseite, so ist dieser Ehrentag nicht unumstritten. Seit langem wird er von der Industrie mit kitschigen Geschenkideen instrumentalisiert. An keinem anderen Tag im Jahr werden so viele Blumen verkauft, mit Ausnahme des Valentinstags. Und blickt man zurück in die Entstehungszeit des Muttertags, also jener Zeit, als sich die Mütter selbstlos ganz und gar für ihre Familien abrackerten, da stellt sich die Frage: Wirkt diese Idealisierung der Mutter nicht irgendwie aus der Zeit gefallen? Passt der Muttertag noch in eine moderne Gesellschaft, in der sich die klassischen Rollenbilder von Frauen auflösen?

Soziologen würden am zweiten Maisonntag statt dem Muttertag lieber einen Elterntag im Kalender stehen sehen. In Zeiten von Gleichberechtigung sei dies überfällig. Denn längst ist die Familienarbeit nicht mehr ein reiner Mutterjob. Außerdem hat sich der Vatertag als echtes Pendant zum Muttertag nie so richtig etabliert.

Wie stehen Sie zum Muttertag? Schreiben Sie uns Ihre Meinung ist dieses Formular. 

 

 

 


Sarah Arweiler

Sarah Arweiler

Autorin

Sarah Arweiler ist seit 2016 Redakteurin bei der Heilbronner Stimme. Sie arbeitet seit März 2021 in der Onlineredaktion. Zuvor war sie unter anderem als Lokalredakteurin bei der Hohenloher Zeitung tätig.

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