Hochschule Heilbronn startet Forschung zu Corona-Masken

Heilbronn  Eine Professorin erhält vom Bund einen Förderbescheid über 500.000 Euro. Ziel des Projekts ist, sehr hohe Wirksamkeit mit guten Atemeigenschaften zu verbinden. Jetzt muss ein Prüfstand aufgebaut werden, ab 2021 sollen die Messungen beginnen.

Email

Seit Dienstag, 7.50 Uhr, ist die Förderzusage da. Die Hochschule Heilbronn wird ab jetzt zu einem Forschungsschwerpunkt für Corona-Masken. Professorin Jennifer Niessner hat vom Bundesministerium für Bildung und Forschung einen Förderbescheid über 500.000 Euro erhalten.

Gemeinsam mit Partnern - drei Uni-Kliniken und einem Filterhersteller - will sie in einem Prüfstand verbesserte Atemschutzmasken entwickeln, die eine hohe Schutzwirkung mit wenig Atemwiderstand und damit gutes Atmen vereinen. Auch für Hochrisikopatienten mit chronischen Lungenerkrankungen sollen die Masken geeignet sein.

Am Ende werden überprüfte Prototypen in klinischen Tests erprobt

Einen "Luftsprung" habe sie gemacht, als sie die E-Mail las, berichtet die 41-Jährige auf Stimme-Anfrage. Möglichst schnell soll jetzt der Prüfstand in der Fakultät Technische Prozesse für das Maskenprojekt umgebaut werden. Spätestens im neuen Jahr sollen erste Tests mit den Masken anlaufen.

Als Material ist Polypropylen geplant. Bis Ende 2021 läuft das Forschungsprojekt. Die mit Computerhilfe verbesserten Schutzmasken werden als Prototypen von der Sinsheimer Firma Junker-Filter gefertigt, auf Druckverlust und Abscheidegrad geprüft und klinischen Tests unterzogen.


Carsten Friese

Carsten Friese

Autor

Mit der Einführung des Euro kam Carsten Friese im Januar 2002 zur Heilbronner Stimme. Seine Schwerpunkte sind Verkehr, Gericht- und Polizeithemen, Wetter/Klima, Umweltthemen, Soziales, Heilbronner Stadtteile. Zudem leitet er das Thementeam Wissen.

Kommentar hinzufügen