Heilbronner Schulen über ihre Pläne am Aktionstag von Jugend trainiert

Region  Wegen Corona gibt es keine Wettbewerbe von Jugend trainiert für Olympia. Dafür wird es einen Aktionstag am Mittwoch, 30. September geben. Drei Heilbronner Schulen erzählen, was sie geplant haben.

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Szenarien wie hier vor drei Jahren, in denen sich Schüler-Leichtathleten aus Bad Rappenau für den Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" vorbereiten, gibt es in Zeiten von Corona nicht.

Foto: Archiv/Berger

Weil Jugend trainiert nicht stattfinden kann, wird es einen Aktionstag geben. Unter dem Motto "Gemeinsam Bewegen" ruft die Deutsche Schulsportstiftung als Träger des Wettbewerbs dazu auf.

Der Schulsport war aufgrund der Corona-Pandemie ein halbes Jahr lang nicht möglich. Die Stiftung will deshalb am Mittwoch, 30. September, ein Zeichen für die Notwendigkeit von Bewegung im Schulalltag setzen.

Von Basketball und Drachenbootfahren

Eine der Schulen, die am Aktionstag teilnehmen wird, ist die Heinrich-von-Kleist-Realschule aus Heilbronn. Rektorin Melanie Haußmann erzählt, dass nächste Woche einiges ansteht: "Wir haben mehrere Aktionen rund um den 30. September geplant, nicht nur eine."

Dabei wird sich die Regel, dass die einzelnen Klassen unter sich bleiben müssen, wie ein roter Faden durch die Aktionen ziehen: "Alles muss Corona-konform sein. Es ist zwar toll, wie viel möglich ist in diesen Zeiten, trotzdem müssen wir vorsichtig sein."

Lauf für guten Zweck

Zum einen soll es für die Fünft- bis Zehntklässler, integriert in den Sportunterricht, Torwandschießen geben. "Wer Lust hat, kann noch ein Spielabzeichen in Basketball machen", verrät Melanie Haußmann. Außerdem geht es für die Zehntklässler auf den Neckar zum Drachenbootfahren. "Zwei Lehrer sind zum Steuermann ausgebildet und werden beim Ausflug dabei sein."

Und zu guter Letzt wird es noch einen Afrika-Lauf für alle Schulklassen geben. 770 Schüler aus 28 Klassen werden zweimal eine 1,5 Kilometer lange Strecke rund ums Schulgebäude laufen. In Zeiten von Corona liegt die Betonung auf Laufen: "Es muss alles gediegener als sonst ablaufen. Rennen geht nicht." Gediegener als sonst? Die Rektorin erklärt, dass dieser besondere Wettkampf nichts Neues für die Schüler sei. "Wir stehen schon seit Jahren mit einem Krankenhaus und einer Schule in Uganda in Kontakt." Beim Lauf, der alle zwei Jahre stattfindet, hätten Familie und Verwandte pro zurückgelegten Kilometer als Sponsoren agiert. "Die Spendengelder haben wir zu 100 Prozent weitergegeben".

"Nicht nur Lernen, auch Bewegung ist wichtig"

Wegen Corona musste die zehnjährige Tradition für den guten Zweck im April ausfallen. "Als ich vom Aktionstag erfahren habe, war klar, wir können das eine mit dem anderen verbinden." Melanie Haußmann freut sich auf nächste Woche: "Ich sehe Lernen in der Schule als großes Ganzes. Es spielen nicht nur Fächer wie Deutsch oder Mathe, sondern auch Ernährung und Bewegung eine wichtige Rolle." Nur in dieser Kombination könnten Schüler glücklich und gesund sein.

In der Heilbronner Staufenbergschule wird es am Aktionstag einen Parcours mit Stationen geben, "an denen die Grundschüler Gleichgewichtssinn und Ballkoordination trainieren können", erklärt Rektorin Martina Reichert und ergänzt mit Blick auf die sechsmonatige Corona-Zwangspause: "Wir wollen den Sport wieder zurück ins Schulleben bringen." Das will auch die sonderpädagogische Hermann-Herzog-Schule in Heilbronn.

Die kommissarische Schulleiterin Kerstin Freudenthaler erzählt, dass ihre Schüler mit Sehbinderung Goalball, also Fußball für Blinde, spielen werden. "Im Ball wird eine Klingel integriert sein, und die Tore gehen über die komplette Breite der Sporthalle." Goalball sei eine spannende Sportart, "die bei uns wegen Corona viel zu kurz gekommen ist", räumt Kerstin Freudenthaler ein.


Lisa Könnecke

Lisa Könnecke

Volontärin

Lisa Könnecke arbeitet seit Februar 2020 als Volontärin bei der Heilbronner Stimme.

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