Gall wirft Verantwortlichen für See-Sperrung politischen Unwillen vor

Obersulm/Löwenstein  Die Empörung und die Verärgerung über die Sperrung des Breitenauer Sees kochen in der Bevölkerung weiter hoch. Und nicht nur da: Jetzt hat sich auch ein prominenter Obersulmer Politiker zu Wort gemeldet.

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Sonnenbaden, Schwimmen und Wassersport sind am Breitenauer See verboten.

Landtagsabgeordneter Reinhold Gall wirft den zuständigen Behörden vor, dass das starre Festhalten an der Entscheidung Ausdruck politischen Unwillens sei. Die Kommunen Obersulm und Löwenstein hatten auf Empfehlung des Heilbronner Kreis-Gesundheitsamts wegen der hohen Infektionsgefahr bei einem Massenansturm die Allgemeinverfügung für die Sperrung ab 24. Juli erlassen.

Reinhold Gall fordert hingegen ein tragfähiges Betriebskonzept, das einerseits dem verständlichen Wunsch nach Infektionssicherheit und andererseits den Interessen der Bürger nachkomme.

„Ohne Regeln und Einschränkungen auch in der Freizeit werden wir diese Pandemie nicht sicher überstehen. Aber alles, was zum Beispiel in Freibädern möglich ist, sollte auch am See funktionieren“, lautet die Meinung des SPD-Politikers. Ein stark eingeschränkter Betrieb nach Hygiene- und Abstandsregeln sei möglich und sollte umgehend in den zuständigen Entscheidungsgremien von Zweckverband und Kommunen erörtert werden. 

Von den Adressaten Galls harscher Kritik, den Bürgermeistern von Obersulm und Löwenstein, Tilman Schmidt und Klaus Schifferer, liegt keine Stellungnahme vor. Schmidt ist weiter krank geschrieben, Schifferer in Urlaub.

Seen im Westen des Landkreises Heilbronn bleiben geöffnet

Der Zugang zu den zwei Seen in Eppingen wird auch am kommenden Wochenende möglich sein. „Wir werden aber die Zufahrt sperren, sobald der Parkplatz am Mühlbacher See voll ist“, sagt Cathrin Leuze von der Eppinger Stadtverwaltung. Schranken oder Zugangskontrollen seien nicht möglich. Am Elsenzer See sei die Situation etwas entspannter, dort ist die Liegewiese groß genug, um den Abstand von anderthalb Metern einzuhalten.

Auch die Ehmetsklinge in Zaberfeld wird am kommenden Wochenende für Besucher geöffnet sein. „Wenn der Parkplatz voll ist, gibt es keinen Einlass mehr“, sagt Stephanie Stuber von der Gemeindeverwaltung. Ein Sicherheitsdienst und der Vollzugsdienst seien vor Ort, um danach zu sehen, dass die Besucher die Regeln einhalten. Die Gemeinde Zaberfeld weist zudem auf der Startseite ihrer Homepage darauf hin, sobald der Zugang zum See gesperrt. 

 

 

 


Sabine Friedrich

Sabine Friedrich

Autorin

Sabine Friedrich ist seit 2001 bei der Heilbronner Stimme. Sie ist in der Landkreis-Redaktion zuständig für Obersulm, Wüstenrot, Flein, Talheim und Weinsberg sowie für den Themenschwerpunkt Feuerwehr.

Wolfgang Müller

Wolfgang Müller

Autor

Wolfgang Müller arbeitet seit Oktober 2000 in der Regionalredaktion der Heilbronner Stimme. Derzeit berichtet er hauptsächlich aus dem Zabergäu.

Elfi Hofmann

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Als Redakteurin kümmert sich Elfi Hofmann seit April 2019 um Bad Rappenau, Siegelsbach, Massenbachhausen und Zaberfeld.

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