Einschränkungen wegen Corona: Was ab Montag wieder geht

Baden-Württemberg  Aufgrund der niedrigeren Infektionszahlen treten ab nächsten Montag in Baden-Württemberg weitere Lockerungen der Corona-Verordnung in Kraft. Welche das sind, lesen Sie hier in einer Übersicht.

Von Anna-Lena Sieber

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Das Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen wird gelockert. Foto: dpa

Die Corona-Krise ging und geht mit vielen Beschränkungen des öffentlichen, aber auch des privaten Lebens einher. Da die Zahl der Neuinfektionen etwas zurückgegangen ist, haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, nach den Geschäften, Friseuren und Gottesdiensten ab Montag weitere Öffnungen vorzunehmen.

Hier ein kleiner Überblick darüber, was dann in Baden-Württemberg wieder möglich ist:

 

Ein Restaurantbesuch

Gaststätten dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Zu diesen gehören zum Beispiel Abstandsregelungen von 1,5 Metern, dass Tische vorab reserviert werden müssen, ist kein Bestandteil der Verordnung des Landes. Zudem ist eine Bedingung, dass die Gastronomen Namen und Kontaktdaten der Besucher sowie den Zeitpunkt des Gaststättenbesuchs notieren, sobald Gäste ein Lokal betreten. So soll bei einer Erkrankung mit dem Virus die Infektionskette nachvollzogen werden können. Diese Regelung betrifft auch Eisdielen und Cafés.


Kitas öffnen eingeschränkt

Auch Kitas dürfen ab Montag eingeschränkt wieder öffnen. Erlaubt sind maximal 50 Prozent der Kinder, die normalerweise in die jeweilige Kita gehen. Kinder in der erweiterten Notbetreuung oder mit besonderem Förderbedarf haben Vorrang.


Besuche im Krankenhaus oder Pflegeheim

Das Besuchsverbot in Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen wird gelockert. Pro Patient und Tag ist im Krankenhaus nur ein Besucher erlaubt. Wer in einer Pflegeeinrichtung lebt, darf pro Tag einmal Besuch von maximal zwei Personen bekommen. Ziel ist es, Menschenansammlungen zu vermeiden, sodass der Mindestabstand eingehalten werden kann. Auch müssen die Besucher einen Mund-Nase-Schutz tragen. Für hochgradig infektionsgefährdete Patientengruppen muss das Krankenhaus besondere Schutzmaßnahmen erlassen, die bis zu einem kompletten Besuchsverbot gehen können.


Besuche von Ausflugszielen an der frischen Luft

Freizeiteinrichtungen an der frischen Luft, wie etwa Ausflugsziele wie Schlossgärten oder Parks für die man bezahlen muss, dürfen wieder öffnen. Freizeitparks sind von dieser Regelung ausgenommen.


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Übernachtungen auf Campingplätzen und in Ferienwohnungen

Campingplätze können ab dem 18. Mai wieder besucht werden, allerdings nur für Übernachtungen in Wohnwagen, Wohnmobilen oder festen Mietunterkünften. Zelten ist weiterhin verboten. Auch Ferienwohnungen und vergleichbare Unterkünfte dürfen ab Montag wieder Gäste aufnehmen. Das gilt allerdings nur, wenn eine Küche und sanitäre Anlagen vorhanden sind. Die Nutzung von Gemeinschaftseinrichtungen ist nicht erlaubt.

Zur Berufsschule gehen

Auszubildende im ersten Lehrjahr sollen ab dem 18. Mai wieder zur Berufsschule gehen können. Schrittweise sollen dann die entsprechenden Bildungsstätten öffnen. Auch die Weiterbildung an den Volkshochschulen soll dann wieder eingeschränkt möglich sein.


Besuche von mehr Menschen

Die Grenze von fünf Personen des erweiterten Familienkreises in privaten Räumen gilt bereits seit dem 11. Mai nicht mehr. Der erweiterte Familienkreis umfasst unter anderem Eltern, Geschwister, Großeltern, Kinder und Enkel. Nun können auch Angehörige eines weiteren Haushaltes zu Besuch kommen. 


Treffen im Freien von zwei Haushalten

Ebenfalls seit dem 11. Mai dürfen sich auch Menschen aus zwei verschiedenen Haushalten draußen treffen. Ob Familie oder Wohngemeinschaft spielt dabei keine Rolle. Auch die Anzahl der Leute ist irrelevant, solange sie aus lediglich zwei Haushalten kommen.


Sport im Freien

Alle Sportarten, die im Freien ausgeführt werden können, sind auch seit letzten Montag wieder erlaubt. Allerdings gelten hier strenge Vorschriften. Bei Sportarten wie Leichtathletik, Tennis und Reiten sind die Hygiene- und Abstandsregelungen problemlos einzuhalten. Bei Fuß-, Volley- oder Handball und anderen Mannschaftssportarten wird es schwieriger. Denn: Es muss während der gesamten Trainingseinheit ein Abstand von 1,5 Metern zwischen allen Sportlern eingehalten werden. Maximal fünf Personen dürfen an einer Trainingseinheit teilnehmen.

 


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