Eine Panorama-Wanderung wie gemalt

Heilbronn  Lesertour zum Wengertshäusle am Wartberg kommt bei den Teilnehmern gut an. Unterwegs gibt es Geschichten rund um den Wein.

Email

Der Tag ist wie gemalt, die Stimmung heiter, der Ausblick gigantisch - kein Wunder, wenn die Heilbronner Stimme zur Weinpanorama-Wanderung im Rahmen des XXX-Lesersommers lädt.

Und so treffen sich 18 gut gelaunte Stimme-Leser an der alten Baumkelter beim Weingut GA Heinrich, um über die schönsten Strecken des Panorama-Weinweges zum Heilbronner Wartberg zu wandern.

Denkmäler am Wegesrand

Auf dem Weg dorthin gibt es die schönsten Geschichten zu den Denkmälern am Wegesrand, zum Wartberg und zu der Stadt Heilbronn sowie jede Menge Wissenswertes rund um das Kulturgut Wein. "Ich glaube Herr Heinrich könnte stundenlang so unterhaltsam weitererzählen", betont Winfried Dorsch. Und damit hat der Pfedelbacher gewiss nicht übertrieben. "Warum ist die Bank der Amtstleiter länger als die anderen Bänke?", fragt der Weingärtner beispielsweise bei der ersten Rast an besagter Ruhestätte, die von der Heilbronner Verwaltungsspitze gestiftet wurde. "Weil die länger hocke bleiwe", antwortet Erika Deissler wie aus der Pistole geschossen. "Nicht schlecht", sagt Heinrich lachend und ergänzt vielsagend: "In Heilbronn wird viel zu viel auf die lange Bank geschoben."

Warum in den Weinbergen so viele Rosenstöcke stehen, fragen sich viele Wanderer auf dem weiteren Weg nach oben. "Die Rosenblätter zeigen den Mehltau schon zwei Tage vorher an, bevor er die Reben befällt", erläutert Heinrich. So bleibt noch genügend Zeit, die Weinberge mit natürlichen Kupfer- und Schwefelmischungen zu bekämpfen.

Wunderbarer Jahrgang erwartet

"Ich glaube, dass wir einen wunderbaren komplexen Jahrgang bekommen mit sehr komplexen, mineralreichen und saftigen Weinen", schwärmt der erfahrene Weingärtner wenige Meter weiter. Die Voraussetzungen dafür hätten die "optimalen Niederschläge" in diesem Jahr geschaffen. Auch, warum der erfahrene Weingärtner auf eine Schlauchberegnung verzichtet, erfahren die Stimme-Leser.

"Wir pflegen lieber die Böden so, dass die Wurzeln der Reben ganz tief ins Erdreich vordringen können und dort Wasser finden", erläutert Heinrich. Das bringe die besondere Qualität, genauso wie die Lese von Hand.

Sommerwein und rote Würste

So vergeht die Zeit wie im Flug und Martin Heinrich öffnet am Wengertshäusle, dem Ziel der Wanderung, bereits den ersten Sommerwein, um der Theorie die Praxis folgen zu lassen. Inzwischen legt Franziska Schuhmacher-Hagner, die die Tour von Seiten der Heilbronn-Marketing GmbH organisiert hat, rote Würste auf den Grill, um das passende Vesper zu Trollinger und Grauburgunder zu bruzzeln. "Wir machen das authentisch, so wie das früher in den Wengertshäuschen war", betont Heinrich. Dazu genießen die Wanderer den einzigartigen Blick bei strahlendem Sonnenschein vom Wartberg über die Stadt Heilbronn - Genuss pur, den Beate Stock aus Eberstadt in fünf Worten auf den Punkt bringt: "Wunderschöne Tour bei tollem Wetter." Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

 

Thomas Zimmermann

Thomas Zimmermann

Autor

Thomas Zimmermann ist seit Dezember 2020 in der Stadtredaktion der Heilbronner Stimme. Zuvor arbeitete der ehemalige Radioreporter und Magazinmacher ab Februar 2015 in der Hohenloher Zeitung und berichtete vor allem über Künzelsau und Umgebung. In der Stadtredaktion berichtet Zimmermann vor allem über Handel, Gastronomie, Stadtpolitik und Gerichtsverhandlungen.

Kommentar hinzufügen