Das gilt in der Hotspot-Region: Handel darf weiter Abholservice anbieten

Region  Fernunterricht, Kitas zu, Baumärkte schließen, Click and Collect bleibt erlaubt: Das gilt durch die neue Corona-Verordnung im Raum Heilbronn. Stadt und Landkreis Heilbronn sowie der Hohenlohekreis zählen zu den Hotspots mit vielen Neuinfektionen.

Email

Die Landesregierung hat am Samstag die neue Corona-Verordnung veröffentlicht, die schon am Montag in Kraft tritt. Für Hotspot-Regionen wie Stadt und Landkreis Heilbronn sowie den Hohenlohekreis, allesamt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 200, gelten die schärfsten Regeln. Vieles war erwartet worden, es gibt aber auch Überraschungen.

Notbetreuung in den Kindertagesstätten

Aktuelle Änderungen der Corona-Verordnungen in Baden-Württemberg

Neu gilt in der Region: Schulen dürfen nur Fernunterricht anbieten, Präsenz ist für Abschlussklassen und in sonderpädagogischen Zentren erlaubt. Kitas schließen und bieten eine Notbetreuung an. Diese beiden Schritte, die nur in Top-200-Hotspots gelten, hatte das Land Ende vergangener Woche angekündigt. Viele Städte wie Heilbronn, Neckarsulm oder Öhringen warteten nicht auf die Details, die am Samstag eintrafen, und informierten die Eltern, dass Kitas von Montag an zu bleiben.

Viele Regeln, mit der das Land die bundesweit angekündigte Corona-Notbremse vorwegnimmt, gelten ab einer Inzidenz von 100. Nächtliche Ausgangssperren gibt es in diesem Fall überall im Land. In der Region haben die Kreise das bereits selbst geregelt. Hier ist es seit zwei Wochen verboten, die Wohnung zwischen 21 und 5 Uhr ohne triftigen Grund zu verlassen.

Abholservice im Handel bleibt doch möglich

Eine Überraschung gibt es im Einzelhandel: Waren nach vorheriger Terminvereinbarung im Geschäft abzuholen, sogenanntes Click und Collect, bleibt anders als noch am Freitag angekündigt erlaubt. Hingegen müssen bei einer Inzidenz über 100 Baumärkte schließen, sie gehören damit nicht mehr zur Grundversorgung, wie das etwa für Lebensmittelgeschäfte oder Apotheken der Fall ist.

Mit dem Impfbuch zum Friseurtermin

Friseure bleiben geöffnet. Wer hin will, muss aber einen tagesaktuellen Schnelltest vorweisen oder - das ist neu - der Kunde muss alternativ belegen, dass er geimpft ist oder eine Infektion überstanden hat. In der Regel ist dafür die vollständige Impfung, also zwei Termine, nötig. Dass eine Impfung Lockerungen mit sich bringt, gab es in der bisherigen Corona-Verordnung nicht. Vertreter der Branche hatten vergangene Woche die Verwirrung beklagt. "Die Notbremse wird auf jeden Fall dazu führen, dass viele Kunden nicht mehr kommen", fürchtet Jens Schmitt, Obermeister der Friseurinnung in der Kreishandwerkerschaft Heilbronn-Öhringen.

Stadt und Landkreis ziehen Bekanntmachung vor

Überall wo die Inzidenz über 100 liegt, gelten strengere Kontaktbeschränkungen. Treffen sind nur noch mit den Angehörigen des eigenen Haushalts und einer weiteren nicht zum Haushalt gehörenden Person erlaubt, Kinder dieser Haushalte zählen nicht mit.

Laut Verordnung treten die Regeln in Kraft, wenn die Kreise öffentlich feststellen, dass die Inzidenz über 100 oder 200 liegen. Stadt und Landkreis Heilbronn haben diese Feststellung am Freitag vorsorglich bekannt gemacht.

 

Interaktive Grafiken

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellung kann Ihnen diese Datenvisualisierung nicht angezeigt werden.

Hier können Sie eine Änderung Ihrer Einstellungen vornehmen, um sich die Grafik anzeigen zu lassen.

Datenschutzeinstellungen ändern

Bitte beachten Sie, dass durch die Einwilligung des Dienstes Cookies gesetzt werden können. Weitere Informationen erhalten Sie in der Datenschutzerklärung.

 

 


Corona Newsletter

Hettich

Alexander Hettich

Stellvertretender Leiter der Regionalredaktion

Alexander Hettich ist stellvertretender Leiter der Regionalredaktion. Er arbeitet seit 2003 bei der Heilbronner Stimme, berichtet über Verkehrsthemen, über Kommunalpolitik und Heilbronn.

Kommentar hinzufügen