Dank Bestellung Schulzeug entspannter shoppen

Region  Ob via Whatsapp, E-Mail oder Fax: Buchhändler in der Region überdenken wegen Corona die Möglichkeiten des Einkaufs zum Schulbeginn und bieten neuen Service an.

Von Yvonne Tscherwitschke und Anna-Lena Sieber

Email

Prall gefüllt ist der Korb, den Lena (von rechts) mit Theresa, Elisa und Carla mit all den wichtigen Dingen zum Schulbeginn füllt.

Fotos: Yvonne Tscherwitschke

In den Tagen nach dem Schulanfang gilt in der Buchhandlung Rau in Öhringen Urlaubssperre. "Da brauchen wir jeden", erklärt Birgit Rau. Jedes Jahr. Das ist bekannt. Doch in diesem Jahr ist alles trotzdem ganz anders: Wer dem Trubel im Schreibwarengeschäft aus dem Weg gehen will, der kann den Bestellservice nutzen. Wer die Liste mit dem Schulbedarf per Whatsapp oder Mail an die Buchhandlung schickt, der muss nur noch zum Abholen und Bezahlen vorbei kommen.

"So ist es entzerrt", erklärt Birgit Rau. Auch die bis 20 Uhr verlängerten Öffnungszeiten zum Schulbeginn tragen dazu bei. Die Kasse wurde verlegt, die Laufwege verändert, der Hinterausgang aktiviert. Das alles hilft, die Menschenmenge zu entzerren.

Starke Tage für den Schreibwarenhandel

"Dienstag und Mittwoch sind immer die stärksten Tage", weiß Birgit Rau aus jahrzehntelanger Erfahrung. Wobei es mit den Tagen so eine Sache ist: "Jeden Abend muss noch sortiert und nachbestellt werden, damit am nächsten Morgen wieder alles vollzählig da ist", erklärt sie. In diesem Jahr gab es die Sonderpreise bereits in den Ferien. "Da sind schon all diejenigen gekommen, die bereits ihre Listen hatten", sagt Birigt Rau. Die Schar junger Mädchen und ihre drei Mütter, die gerade große Einkaufstüten vor der Kasse abstellen, bekamen die Listen erst zu Schulbeginn. "Da steht schon viel drauf, das ist schon ein bisschen lästig", sagt die neunjährige Elisa. Lena (10) zuckt die Schulter: "Für mich nicht so." Sie musste dafür den Korb tragen. "Der ist auch ganz schön schwer."

Bei der Schreibwarenhandlung Mollenkopf in Neckarsulm stehen die Mütter und ihre Kinder schon am Montag Schlange. Geschäftsführer Helmut Schreiber macht den Türsteher. "Jeder, der rein möchte, bekommt eine Marke. Die muss er beim Rausgehen wieder abgeben. So stellen wir sicher, dass nicht zu viele Personen in den Verkaufsräumen sind." Bis zu einer Viertelstunden stehen die Kunden draußen vor der Tür. "Die Leute sind aber sehr geduldig", sagt Schreiber. Auch die Möglichkeit, die Schreibwaren vorher über Whatsapp zu bestellen und noch am gleichen Tag abzuholen habe unheimlich geholfen, das Ganze zu entzerren. Denn wer seine Hefte, Stifte und Blöcke vorbestellt hat, der muss erst gar nicht rein, sondern kann sich die Sachen an einem Fenster des Ladens abholen. Ein weiteres Fenster dient als Bucheinbindestation. Mit dem Zulauf ist Schreiber zufrieden: "Ich denke, unterm Strich wird der Umsatz der gleiche sein wie in den vorherigen Jahren."

Bei Seel wurden die Hygieneregeln eingehalten

Dank Bestellung Schulzeug entspannter shoppen

Kleber, Stifte, Hefte und farbige Umschläge − all das muss gekauft werden.

Bei Seel Schreibwaren in der Heilbronner Innenstadt machen sich noch immer die Auswirkungen der Pandemie bemerkbar. "Wir hatten am Montag deutlich weniger Umsatz und Kunden als im Vorjahr", sagt Geschäftsführerin Eva Schnepf. Auch das Einschicken der Listen sei bisher noch nicht so gut angenommen worden, wie gedacht. "Für uns sind die Tage des Schulbeginns mit Weihnachten die wichtigsten Tage im Jahr", so Schnepf.

Mit der Einhaltung der Hygienebedingungen ist sie aber zufrieden: "Es waren immer Schlangen im Laden, aber die Leute haben schön Abstand gehalten."

 

Yvonne Tscherwitschke

Yvonne Tscherwitschke

stv. Redaktionsleiterin Hohenloher Zeitung

Yvonne Tscherwitschke ist seit 1994 bei der Heilbronner Stimme. Als gebürtige Hohenloherin weiß sie, welche Geschichten die Hohenloher interessieren.

Kommentar hinzufügen