Beim Kultursommer bietet Neckarsulm ein volles Programm

Neckarsulm  Der Kulturverein Kreatief und das Rathaus legen umfassendes Veranstaltungsprogramm vor. Die Verantwortlichen appellieren an die Besucher: Jetzt sei die Zeit für Kultur.

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Aufbauarbeiten am sogenannten Schweinshag über Neckarsulm: Über ein Förderprogramm hat der Kulturverein Kreatief eine transportable Bühne erhalten.

Foto: Gajer

Das Jugendsinfonie-Orchester ist genauso zu erleben wie Rock-Cover mit der Band Crazy Zoo. Es gibt Theater und Chorgesang: Den Verantwortlichen des Neckarsulmer Kultursommers ist es gelungen, ein umfassendes und abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen. Zu erleben sind fast 50 Veranstaltungen zwischen Freitag, 30. Juli, und Sonntag, 29. August, hoch über Neckarsulm am sogenannten Schweinshag. Am besten zu erreichen per Shuttlebus, der am Omnibusbahnhof in der Innenstadt abfährt; mit dem Ballei-Parkhaus in der Nähe.

Künstler betonen: Die vergangenen eineinhalb Jahre waren eine Katastrophe für Kulturschaffende

Impulsgeber des Kultursommers ist der umtriebige Kulturverein Kreatief. Dessen Geschäftsführer Martin Renner, der selbst Künstler ist, will endlich loslegen. Jetzt, wo es die Corona-Auflagen wieder zulassen: "Die vergangenen eineinhalb Jahre waren katastrophal", berichtet er vom Corona-Lockdown, der unter anderem der Kulturbranche erheblich zugesetzt hat. Froh ist er deshalb, dass so viel beim Neckarsulmer Kultursommer möglich ist. "Die Tatsache, dass etwas passiert, ist schön."

Die Verantwortlichen hoffen, dass die Vielfalt auch dazu führt, dass viele Gäste den Schweinshag, östlich der Stadt gelegen, ansteuern. "Eine solche Anzahl von Events hat es noch nicht gegeben", weiß Martin Renner. Er appelliert an die Menschen, die Chancen zu nutzen. Die Corona-Regeln lassen diese Auftritte im Freien gerade zu, wohingegen die Situation im Herbst noch völlig unklar sei. "Jetzt ist Kultur", sagt er.

Geboten werden Abwechslung auf der Bühne und bei der Bewirtung

So abwechslungsreich die Programmpunkte auf der Bühne, so abwechslungsreich die Bewirtung: Kultur- und Sportvereine arbeiten beim Kultursommer Hand in Hand. Die einen verantworten die Bühne, die anderen das kulinarische Angebot im Biergarten, der auch ohne Eintrittskarte betreten werden darf. "Mir gefällt, dass alle zusammen an einem Strang ziehen", sagt Frank Borth, der im Rathaus das Kultur- und Sportamt leitet. Das bringe die Stadtgesellschaft zusammen.

Wer vor der Bühne die Auftritte erleben will, muss sich Tickets im Internet besorgen. Der Biergarten ist frei zugänglich, solange es die Abstandsregeln zulassen. Aufgestellt werden über 400 Stühle, sagt Robin Bauer von der Firma Siko-Team. Allerdings hängt die endgültige Belegung der Programmpunkte davon ab, wie viele Singles oder größere Familien Karten kaufen. Das System sei so programmiert, um flexibel auf unterschiedlich große Gruppen zu reagieren und die Abstände einzuhalten.

Tipp zur Anreise: Den Shuttlebus benutzen, der in der Innenstadt abfährt

Unterdessen bitten die Veranstalter, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr zu kommen. Zum Veranstaltungsgelände fahren dürfen nur gehbehinderte Personen. Alle anderen Besucher, die mit dem Auto kommen, sollen am besten das Ballei-Parkhaus ansteuern. Während des Kultursommers gilt die Höchstparkdauer nicht, am in der Nähe gelegenen Omnibus-Bahnhof fahren Stadtbusse los. Mit Eintrittskarte kostet die Fahrt zum Festival-Gelände nichts, alle anderen zahlen den HNV-Tarif.

Am Samstag, 31. Juli, spielt Crazy Zoo. Die Gage geht nach Angaben der Band an das Lebenshilfehaus in Ahrweiler. Dort seien bei der Flutkatastrophe zwölf Bewohner ums Leben gekommen.

Das ganze Programm

kreatief-neckarsulm.de


Simon Gajer

Simon Gajer

Autor

Simon Gajer kam im Jahr 2000 erstmals zur Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat und einem Jahr als freier Journalist in den USA ist er seit Herbst 2003 zurück in der Region: Zurzeit sucht er nach spannenden Themen im nördlichen Landkreis Heilbronn, vor allem aus den Städten Neckarsulm, Möckmühl und Neudenau.

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