Überfüllte Badeseen: Ausweichen an Badestellen an der Jagst

Region  Bei Temperaturen über 30 Grad sehnen sich viele nach einem Sprung ins kühle Nass. Doch was, wenn der Badesee überfüllt und das Freibad ausgebucht ist? Dann weichen viele Menschen in der Region auf Badeplätze am Fluss aus. Eine Übersicht.

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Dass die Wasserqualität der Flüsse in der Region bei Prüfungen schlecht abschneidet und auch nicht regelmäßig kontrolliert wird, stört offenbar nur wenige Badewillige. Entlang der Jagst gibt es in fast jedem Ort eine Badestelle und auch im Kocher schwimmt man gerne. Wo sich normalerweise fast nur Menschen aus den Orten in der Nähe sonnen und erfrischen, finden sich in diesen Tagen immer mehr fremde Gesichter. Da der Breitenauer See sich wegen Instandhaltungsmaßnahmen in eine Mondlandschaft verwandelt hat, bleiben weniger Alternativen - und auch dort sind wegen Corona die Kapazitäten begrenzt. Die Ehmetsklinge hat sogar eine Seeampel eingeführt, die Besuchern anzeigen soll, ob sich die Anfahrt lohnt. Auch in den Freibädern muss man erst einen Termin ergattern und braucht zum Teil auch einen aktuellen Schnelltest - spontane Badeausflüge sind hier deshalb meistens nicht drin.

Viele weichen nun auf die Badestellen an der Jagst und zum Teil auch am weniger naturbelassenen Kocher aus. Übrigens ist auch ein Bad im Neckar nicht grundsätzlich verboten. Behörden raten aber eindringlich davon ab. Wir haben den größten Fluss der Region daher in unserer Sammlung beliebter Fluss-Badeplätze ausgespart.

Achtung: Das Baden in Flüssen geschieht auf eigene Gefahr. Es gibt keine Kontrolle der Wasserqualität und keine Badeaufsicht - Badeunfälle kommen immer wieder einmal vor.

Jagst

Duttenberg: Es gibt ein Warnschild, trotzdem hüpfen die Leute beim Wehr unterhalb von Schloss Heuchlingen ins Wasser. Dabei droht Gefahr, denn der Wasserkraftkanal von Südzucker führt dort entlang. Die Einstiegsstellen ins Wasser sind für Kinder nicht optimal, berichten Besucher.

Untergriesheim: Auf der großen Wiese direkt an der L1096 kann man sich prima sonnen. Auch Badefreunde mit Hunden sind hier oft zu sehen. Einziger Nachteil: Man liegt wie auf dem Präsentierteller. Spaziergänger und Autofahrer, die über die Brücke kommen, haben freie Aussicht auf Schwimmer und Sonnenfreunde.

Kühl, natürlich und eine ganz andere Community

Abkühlung am Untergrießheimer Wehr: Wer kein Freibadticket findet, geht an diesen heißen Tagen an den Flüssen der Region.

Foto: Ralf Schick

Möckmühl: Wer sich nicht auskennt, findet den Altherrensteg nicht so leicht. Kurz nach dem Ortsausgang führt ein kleiner Weg von der Ruchsener Straße an die mit Bäumen umstandene Badestelle. Kleine Liegewiese, Picknicktische, Spielplatz und Fußballtore: Hier kann man locker den Tag verbringen. Über eine Steintreppe und den Kieselstrand geht es in die Jagst.

Ruchsen: An der Ortsdurchfahrt von Möckmühl kommend, führt rechts eine kleine Straße in den Wald zu Radweg und Wehr. Zwischen den Bäumen am Wasser liegen Badefreunde relativ privat. An heißen Tagen kommt sogar ein Eiswagen vorbei. Auch Schauspieler der Jagsthausener Burgfestspiele sollen hier gerne baden gehen.

Jagsthausen: Zwar wurde auf der Liegewiese am Wehr ein Geländer für den besseren Einstieg gebaut, allerdings gehört das Gelände inzwischen der Zeag. Komplett verboten ist das Baden deshalb aber nicht. Man sollte sich nur beim Baden vom Kraftwerk fernhalten.

Kloster Schöntal: Mit der herrlichen Kulisse des ehemaligen Zisterzienserklosters Schöntal im Rücken lässt es sich hier gut baden. Zwar weisen Schilder auf das "Baden auf eigene Gefahr" hin, doch es gibt Leitern, die den Ein- und Ausstieg erleichtern und eine große Liegewiese.

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Kocher

Kocherfreibad (Stand 18. Juni noch geschlossen): Es hat keine Sprungtürme, keinen Wellnessbereich, kein Schwimmer-Becken. Aber das Künzelsauer Kocherfreibad ist Baden-Württembergs einziges Flussfreibad - und die einzige Stelle am Kocher, an der die Wasserqualität regelmäßig geprüft wird.

Forchtenberg: Im Kocher in Forchtenberg lernte schon Sophie Scholl schwimmen. Am Wehr gibt es einen Badeplatz mit schönem Ausblick und einem Spielplatz.

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Sarah Utz

Sarah Utz

Onlineredakteurin

Sarah Utz arbeitet seit Juni 2019 in der Onlineredaktion. Sie kümmert sich um die Inhalte von stimme.de und die Entwicklung eines neuen digitalen Angebots. Davor hat sie als Onlineredakteurin im Rems-Murr-Kreis gearbeitet.

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