Am 10. September werden alle Sirenen getestet

Region  Im Rahmen des ersten bundesweiten Warntages am 10. September ertönen in Stadt- und Landkreis nicht nur die Sirenen, sondern sämtliche Warnmittel in Deutschland.

Von Anna-Lena Sieber

Email
Die Sirenensignale. Foto: HSt

Wenn am Donnerstag, 10. September, die Sirenen ertönen, sollte niemand erschrecken. An diesem Tag findet der erste bundesweite Warntag statt. Am gemeinsamen Aktionstag von Bund und Ländern werden in ganz Deutschland sämtliche Warnmittel erprobt.

Viele kennen die Sirenensignale nicht mehr

Der Tag soll die Bevölkerung für das Thema "Warnung" allgemein sensibilisieren, wie es in einer Pressemitteilung der Stadt Heilbronn heißt. Sowohl Menschen als auch Medien sollen sich mit dem Thema vertraut machen. "Außerdem soll der Aktionstag die verschiedenen Warnmittel ins Bewusstsein bringen", sagt Marc Hoffmann, Amtsleiter beim Amt für Sicherheit und Ordnung. Viele, vor allem aus der jüngeren Generation, würden die Sirenensignale gar nicht mehr kennen. "Der Tag soll sie ihnen wieder ins Gedächtnis rufen, und ihnen auch zeigen, wo sie im Ernstfall Informationen herbekommen können", sagt Hoffmann. So werden an diesem Tag um 11 Uhr im Stadt- und Landkreis die Sirenen losgehen. Ein einminütiger Heulton wird "Warnung" signalisieren.

Um 11.20 Uhr wird mit dem Sirenensignal "Probealarm" (ein zwölf Sekunden langer, gleichbleibend hoher Dauerton) Entwarnung gegeben. "Der Landkreis hat noch ein altes Sirenennetz in allen Kommunen", sagt Hoffmann. "Diese Sirenen sind oft auf Rathäusern oder öffentlichen Gebäuden platziert." Die Sirenen werden zentral von der integrierten Leitstelle ausgelöst. "Die lösen die Anlagen sowohl für den Stadt- als auch für den Landkreis aus." Parallel zu den Sirenen löst das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bundesweit Warn-Apps wie beispielsweise die "Notfall-Informations- und Nachrichten-App" (NINA) aus. Diese Warn-Apps sind Teil des modularen Warnsystems des Bundes. Mit der App erhalten Nutzer rund um die Uhr schnelle und gesicherte Informationen über Gefahrenlagen per Nachricht. Auch Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der Hochwasservorhersagezentralen können über NINA bezogen werden.

Auch einige Radiosender machen mit

Die Rundfunkanstalten bekommen die Warmeldung ebenso und unterbrechen deshalb ihr Programm. "Am Warntag sind es aber nicht alle Radiosender, die mitmachen", so Hoffmann. Künftig wird der bundesweite Warntag nach Beschluss der Innenministerkonferenz jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden. Die zunehmende Anzahl an Naturkatastrophen, wie Hitzewellen 2018 und 2019, Starkregen und Hochwasser, aber auch andere Bedrohungslagen wie die Terroranschläge in Halle 2019 und Hanau 2020 sowie aktuell die Corona-Pandemie, haben die Bedeutung des Warnsystems erhöht.

 

Weitere Informationen
Mehr zum Thema finden Sie unter www.bundesweiter-warntag.de


Kommentar hinzufügen