Was man derzeit bei Auslandsreisen beachten muss

Region  Auch in der Corona-Krise wollen viele nicht auf einen Auslandsaufenthalt verzichten. Damit kein Urlaubsfrust aufkommt, haben wir zusammengefasst, was es zu beachten gibt.

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Einfach reisen ohne Einschränkungen, das ist derzeit noch nicht möglich. Wer auf den Urlaub im Ausland nicht verzichten möchte, sollte sich vorab gut informieren.

Risikogebiete

Obwohl sich die Lage vielerorts entspannt hat, gelten einige Länder weiterhin als Risikogebiete. Zu ihnen zählen die Staaten oder Regionen, in denen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab.

Außerdem ist für die Einstufung relevant, welche Maßnahmen die Länder zur Eindämmung der Pandemie unternommen haben. Auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts (RKI) findet sich eine Liste, die fortwährend aktualisiert wird.

Wer beispielsweise aus Ägypten, der Türkei oder der Dominikanischen Republik wieder nach Deutschland einreist, für den gelten Auflagen: Der Rückkehrer muss sich beim Rathaus seiner Heimatstadt melden und für 14 Tage daheim bleiben.

Quarantäne

Ersetzen lässt sich die zweiwöchige Quarantäne durch einen negativen Test auf eine aktive Corona-Infektion. Der sogenannte PCR-Test darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise durchgeführt worden sein.

Anerkannt werden Testergebnisse aus Europa und weiteren Ländern. Eine vollständige Liste findet sich auf der Seite des RKI.

Einreisebeschränkungen: Die Einreise nach Deutschland aus anderen EU-Mitgliedsstaaten, Schengen-assoziierten Staaten wie Island, Norwegen oder der Schweiz und aus dem Vereinigten Königreich ist uneingeschränkt möglich. Das gleiche gilt für Drittstatten mit geringem Infektionsgeschehen.

Auf der Positivliste des Bundesinnenministeriums stehen sieben Staaten: Australien, Georgien, Kanada, Neuseeland, Thailand, Tunesien und Uruguay. Weitere Lockerungen sind vorgesehen.

Corona-Test

Auch direkt am Flughafen in Deutschland oder in Quarantäne daheim durch den Hausarzt können sich Rückkehrer testen lassen. Im Centogene-Testcenter am Frankfurter Flughafen zahlt man beispielsweise 59 Euro für den regulären und 139 Euro für den Schnelltest als Komplettpreis. Auch in der Region gibt es einige Anbieter. Das Labor Blackholm in Heilbronn berechnet etwa rund 130 Euro für den Test, dazu kommen die Kosten für den Abstrich durch den Arzt und gegebenenfalls Porto.

Preispolitik

Sowohl bei den Laboren als auch beim Arzt gilt: "Das ist Preispolitik der Anbieter, wie wenn ich eine Schachtel Pralinen kaufe", sagt Peter Grieble von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Ist der Test medizinisch notwendig und wird von der Krankenkasse übernommen, ist der Betrag, den das Labor dafür erhält, fix. Möchte man diese Leistung zu Reisezwecken privat in Anspruch nehmen, gilt das nicht. Auch der Arzt, der den notwendigen Abstrich entnimmt, handele dann eher als Kaufmann denn als Mediziner, so der Experte. Da es sich hier um eine private Leistung handelt, können die Kosten variieren. Die Verbraucherzentrale rät dazu, die Angebote zu vergleichen.

Reiseziele

Nicht nur bei der Rückkehr nach Deutschland, auch bei der Einreise in manche Urlaubsregionen kann ein negativer Test auf Covid-19 nötig sein. Wer etwa auf den Azoren oder der Insel Madeira Urlaub machen will, muss bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Urlauber sollten sich auf der Internetseite des Auswärtigen Amts (AA) über die Reise- und Sicherheitshinweise ihres Reiseziels informieren. Diese sind über die Suchmaske unter Eingabe des Reiseziels ganz einfach auffindbar.

Da sich die Situation schnell ändern kann, empfiehlt das AA außerdem bei der Auslandsvertretung des jeweiligen Landes nachzufragen. Dort seien die Informationen gesichert, verbindlich und aktuell.


Mielke

Henrike Mielke

Volontärin

Henrike Mielke ist seit Oktober 2018 Volontärin bei der Heilbronner Stimme.

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