Zwei neue Attraktionen für Tripsdrill?

Cleebronn  Der Erlebnispark Tripsdrill soll erweitert werden. Eine rund drei Hektar große Fläche vor dem Haupteingang des Erlebnisparks ist dafür vorgesehen. Der Gemeinderat berät am Freitagabend darüber.

Von Ines Schmiedl
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Tripsdrill Mammutachterbahn
Der Erlebnispark soll erweitert werden, um die Besucherströme gleichmäßig zu verteilen.

"Es waren keine Überraschungen dabei“, sagt Bürgermeister Thomas Vogl über die Anregungen der beteiligten Behörden zum Bebauungsplan „Erlebnispark Tripsdrill – 2. Bauabschnitt“, die in den vergangenen Wochen und Monaten eingegangen sind. Am Freitagabend werden die einzelnen Punkte im Gemeinderat vorgestellt. 
Wie bereits berichtet strebt die Familie Fischer eine Erweiterung des Erlebnisparks Tripsdrill an.

Bereits für die letzte Parkerweiterung war nach einer Gesetzesänderung ein Bebauungsplan nötig geworden, der im Jahr 2009 auf den Weg gebracht wurde. Jetzt muss parallel zum neuen Bebauungsplanverfahren noch der Flächennutzungsplan geändert werden.

Die Grundstücke gehören den Fischers bereits

Eine 3,15 Hektar große Fläche direkt links vor dem Haupteingang ist für die Erweiterung vorgesehen. Auf dieser Fläche außerhalb des eingezäunten Freizeitparks liegen derzeit „Ausweichparkplätze“ zur Entlastung des daneben liegenden Zentralparkplatzes. Die Grundstücke befinden sich bereits im Besitz der Fischers.

Die neuen Attraktionen sollen sich wieder harmonisch in die Parklandschaft einfügen, werden an das innere Wegenetz angeschlossen und erhalten keinen eigenen Eingang. Von der Heilbronner Straßenverkehrsbehörde wurde nun angemerkt, dass für die wegfallenden Parkplätze neue Ausweichparkplätze für die Besucher geschaffen werden müssen, erläutert Bürgermeister Thomas Vogl.

Neue Ausweichparkplätze sind schon gefunden

Doch dafür gibt es schon Vorkehrungen, denn vor ein paar Jahren wurden zwischen Erlebnispark und Wildparadies mehr Wohnmobilstellplätze ausgewiesen, als in der Praxis nun tatsächlich genutzt werden. Diese Flächen könnte man wieder dem allgemeinen Parken zur Verfügung stellen. 

Über die Höhe der Investitionen macht die Familie Fischer auf Nachfrage keine Angaben. Das Erweiterungsgelände soll nach und nach über eine längere Zeitspanne – die Rede ist von bis zu 15 Jahren – bebaut werden. Welche Attraktionen im Einzelnen dafür vorgesehen sind, wird sich anhand des Bedarfs in der nahen Zukunft zeigen. Im ersten Schritt handelt es sich um circa 30 Prozent des Geländes, das mit zwei Fahr-Attraktionen überbaut werden soll.

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Die Ideen für neue Attraktionen stammen teilweise aus Besucherumfragen. Zugleich überlegt die Betreiberfamilie Fischer zusammen mit den Architekten und Planern, was zu den Wünschen und Interessen der Besucher passt. Diese Ideen werden dann aus den lokalen Gegebenheiten in puncto Natur und Lokalkolorit thematisiert, weiterentwickelt und in das bestehende Gesamtkonzept sowie in die Tripsdriller Park-Philosophie integriert.

Neue Attraktionen sollen sich harmonisch einfügen

Zielgruppen Die Zielgruppen, die die neuen Attraktionen ansprechen sollen, sind Familien und Jugendliche. Um dauerhaft ein attraktives Angebot bieten zu können, ist es erforderlich, dass Freizeitparks neben einem wechselnden Jahresprogramm immer wieder neue Angebote innerhalb der Anlage präsentieren, erklären die Betreiber.

In den vergangenen zehn Jahren sind die Großattraktionen vornehmlich im Osten des Erlebnisparks Tripsdrill entstanden. Dadurch werden die Besucherströme ungleich verteilt. Um dem entgegenzuwirken und die Besucherströme im Park wieder harmonisch zu lenken, wird die nächste Erweiterung im Südwesten des Parkgeländes angestrebt. Wie in Tripsdrill üblich, sollen auch die neuen Attraktionen, die über die nächsten Jahre und Jahrzehnte geplant werden, im Einklang mit der Natur stehen und sich harmonisch in die Landschaft einfügen.


Neuer Erlebnisspielplatz: In der Cleebronner Gemeinderatssitzung heute Abend ab 19 Uhr gibt es noch einen weiteren Tagesordnungspunkt, der den Freizeitpark Tripsdrill betrifft: „Erlebnisspielplatz Sägemühle“. Nach Angaben der Betreiberfamilie Fischer soll auf einem Areal zwischen der Holzachterbahn „Mammut“ und der Achterbahn „G’sengte Sau“ im Laufe der Saison 2019 der neue, teilweise überdachte Erlebnisspielplatz „Sägewerk“ entstehen: Hier wird Spaß für Kinder jeden Alters geboten: klettern, rutschen, sandeln, planschen. Neun Bereiche mit 250 Spielelementen sind auf 1400 Quadratmetern geplant. 

 

 

 


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