Wie sich das Buga-Gelände gewandelt hat

Heilbronn  Das Heilbronner Fruchtschuppenareal im Herzen der Stadt erfährt durch die Bundesgartenschau eine beispiellose Transformation. Wie der Neckarbogen und das Buga-Gelände vor einem Jahrzehnt ausgesehen haben, scheint heute schwer vorstellbar zu sein. Ein Rückblick.

Von Bärbel Kistner und Tobias Wieland

Fruchtschuppengelände: Von der Rumpelkammer zum Vorzeigestandort

Der kleine grüne Container (Mitte links) ist einer der ersten Vorboten für die Bundesgartenschau. Die Aufnahme zeigt das Fruchtschuppenareal im Jahr 2013. Der Fotograf Roland Schweizer hat das Gelände damals und heute abgelichtet.

Wer kann sich heute überhaupt noch vorstellen, wie Neckarbogen und Bundesgartenschaugelände bis vor einem Jahrzehnt ausgesehen haben?

Das Fruchtschuppenareal war gleichbedeutend mit Bergen von Schutt, Schrott und Altpapier: ein vergessenes Viertel, eine Terra incognita, kaum einen Steinwurf vom Herzen der Stadt entfernt. Auch die Erinnerung an die Kalistraße dürfte bei den meisten Heilbronnern verblasst sein. Bis 2017 quälten sich Tag für Tag rund 30.000 Autos und Lastwagen über die damalige Bundesstraße am Neckar entlang.

Heilbronn rückt an den Neckar

In den ersten, städtebaulichen Plänen um die Jahrtausendwende - damals noch ohne Bundesgartenschau - war keine Rede davon, die Hauptverkehrsader zu verlegen. Ohne die Buga, da ist sich Geschäftsführer Hanspeter Faas sicher, wäre die Kalistraße nie verschwunden. Jetzt ist sie vom Stadtplan ausradiert, als wäre sie niemals dagewesen.

Fruchtschuppengelände: Von der Rumpelkammer zum Vorzeigestandort

Nicht wiederzuerkennen Ende 2018 : 600.000 Kubikmeter Erde wurden inzwischen bewegt, um das Brachgelände in die Ausstellungsfläche mit den zwei Seen und das neue Stadtquartier zu verwandeln.

Fotos: Roland Schweizer

Für Gartenschau-Planer Oliver Toellner zeigt vor allem der Blick aus der Luft den privilegierten Standort des Areals als "eine große Neckarinsel mitten in Heilbronn". Mit der Buga und dem Stadtteil Neckarbogen ist die Stadt an den Fluss gerückt, "ein Wirtschaftskanal wird dort zum grünen Lebensraum für Mensch und Tier".

Anfangs nur maues Interesse

Stetig wuchs die Neugierde auf das Projekt. Bei der allerersten Infoveranstaltung zur Bundesgartenschau im Oktober 2004 verloren sich 60 Zuhörer in der Heilbronner Harmonie. Mit jedem Mal wurden es mehr. Zigtausende Bürger haben in den Jahren bei Baustellenrundgängen den Wandel begleitet.

 

Bewegen Sie den Regler in der Bildmitte, um die Vorher-Nachher-Ansicht zu verändern:


Wichtige Meilensteine auf dem Weg zur Bundesgartenschau:

 

 

 

 

 

Auf unserer Webseite Buga aktuell finden Sie weitere Informationen über die Heilbronner Bundesgartenschau 2019 und Hintergrundberichte. Dazu gibt es 360-Grad-Rundgänge über das Gartenschau-Gelände und Vorher/Nachher-Aufnahmen von der Entstehung der Buga. 

>>Buga aktuell

 


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