Whatsapp-Party auf dem Haigern: Polizei verzichtet auf Kostenerstattung

Talheim  Weil es zu massiven Ruhestörungen kommt, löst die Polizei vergangenen November eine spontane Party von mehr als 250 jungen Leuten auf dem Grillplatz Haigern bei Talheim auf. Nun ist klar: Die Kosten für den Einsatz stellt die Polizei nicht in Rechnung.

Von Heike Kinkopf
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Auf dem Freizeitgelände Haigern ist es im Herbst letzten Jahres zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. 13 Streifen waren vor Ort, um eine Party mit mindestens 100 Teilnehmern aufzulösen. Foto: Archiv/Heike Kinkopf

„Es wäre unverhältnismäßig“, erklärt Polizeisprecher Frank Belz den Verzicht auf die Kostenerstattung auf Nachfrage von Stimme.de. Deshalb sieht die Polizei davon ab, die Verantwortlichen für das Treffen zur Kasse zu bitten. 

Über den Nachrichtendienst Whatsapp verabreden sich junge Menschen in der Vergangenheit zu derartigen spontanen Treffen. Üblich ist es, dass jeder sein Getränk selbst mitbringt. Wer und wie viele zu einer Party kommen, steht im Vorfeld nicht fest. So berichten es Teilnehmer nach der Haigern-Party gegenüber Stimme.de. Weil es zu Ruhestörungen kommt, rücken an jenem Freitagabend 26 Beamte an, um das Treffen zu beenden.

Kosten des Polizei-Einsatzes

Eine Woche später sind die Urheber der Whatsapp-Nachricht ausfindig gemacht. Es sei ihnen nicht bewusst gewesen, welche Dynamik die Einladung entwickeln könne, teilt die Polizei im November mit. Bis zu 52 Euro pro Beamten und angefangene Stunde kann die Polizei laut Gebührenrecht für einen derartigen Einsatz berechnen. Wie hoch die Kosten im Fall der Haigern-Party sind, teilt Belz nicht mit. Der Einsatz soll etwa 1,5 Stunden gedauert haben.  

 


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