Weinkonvent Dürrenzimmern ist DLG-Winzer des Jahres

Heilbronn  Die deutsche Weinelite gab sich am Montagabend in der Heilbronner Harmonie die Ehre und ließ die besten Betriebe der Bundesweinprämierung hochleben. Allen voran wurde beim „Heimspiel“ in Württemberg der Weinkonvent Dürrenzimmern ausgezeichnet.

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Weinkonvent-Kellermeister Kurt Freudenthaler nahm die Auszeichnung DLG-Winzer des Jahres am Montagabend entgegen. Foto: Privat

 

Die 1937 gegründete Genossenschaft aus dem Zabergäu, die heute Weinkonvent Dürrenzimmern heißt,  erhielt mit dem Winzer-des-Jahres-Titel gleichzeitig den Bundesehrenpreis in Gold des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft: weil sie bei dem Traditionswettbewerb Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) am besten abschnitt. 

Preise auch für Rolf Willy und Lauffener Weingärtner

Außerdem bekam die Privatkellerei Rolf Willy aus Nordheim einen Bundesehrenpreis in Bronze; sie war bereits 2011 DLG-Winzer des Jahres. Die Lauffener Weingärtner erhielten den Sonderpreis „Beste Kollektion Sekt Brut“. „Mit ihrem Streben nach Qualität von der Rebe bis zum Glas setzen sie Maßstäbe für die gesamte Branche“, so DLG-Präsident Hubertus Paetow. Auch Ministerialdirektorin Dr. Katharina Böttcher und die neue Deutsche Weinkönigin Angelina Vogt überreichten Medaillen und Urkunden an die Preisträger.

Laudatio für das Qualitätsstreben

Im Namen der 314 Weinkonvent-Mitglieder aus Dürrenzimmern und Stockheim nahmen Vorstandsvorsitzender Alfred Heckel und Kellermeister Kurt Freudenthaler den Preis freudestrahlend entgegen. In der Laudatio hieß es: Das Ambiente der weitläufigen und modern gestalteten Vinothek am historischen WG-Standort stehe „in Analogie zu den außergewöhnlichen Weinqualitäten der Weingärtnerkooperation“, die in der Rotwein-Hochburg Zabergäu 204 Hektar bewirtschafte.

Die betriebseigene Qualitätspyramide gipfele in der Premiumlinie Divinus, für die laut Freudenthaler nur beste Lagen mit Mini-Erträgen bis 45 Liter pro Ar infrage kämen. Die Linie Cellarius werde ebenfalls aus ausgewählten Reben und nach Ertragsreduzierung erzeugt und stehe für die Prädikats- und Exklusivweine. Mit der Klosterhof-Linie fasse man Weine fast aller Rebsorten zusammen. „Unverzichtbar in jedem Weinsortiment“ seien die „süffigen, württembergischen Klassiker in der Literflasche“, erkennt sogar die DLG.

Afterwork und andere Tourismus-Events

Die aktuelle Ehrung reiht sich nahtlos in etliche andere Erfolge des Weinkonvents ein. 2017 und 2018 stellte die Zabergäu-WG bei der DLG gleich zweimal in Folge die beste Barrique-Kollektion, bei der AWC Vienna glänzte sie mit viermal Gold, bei der Berliner Wein Trophy 2019 gleich fünfmal, und beim Wettbewerb Mundus Vini ging in diesem Jahr eine Goldmedaille für den 2016er Divinus Cabernet Sauvignon nach Dürrenzimmern. Ein Klassiker, der Barrique-Portugieser, gewinnt regelmäßig deutsche Rotweinpreise von „Vinum“.

Früher als andere Betriebe, so betonen Heckel und Freudenthaler, erkannte man den Wert zeitgemäßer Veranstaltungen wie Afterwork – jeden ersten Donnerstag im Monat – oder Weinberg-Rundfahrten mit dem „Lemberger-Express“. Die stilvoll gestaltete Vinothek wurde bereits für Design und Kundenzufriedenheit ausgezeichnet. In Zukunft will das Team des Weinkonvents, zu dem unter anderem Feinschmecker Thomas Trocha zählt, vor allem neue Kunden in ganz Deutschland und im Ausland gewinnen. Alfred Heckel gibt sich optimistisch: „Wir sind da schon auf einem guten Weg.“

 


Kilian Krauth

Kilian Krauth

Autor

Kilian Krauth kümmert sich um die Heilbronner Kommunalpolitik, um historische und kirchliche Themen sowie um den Weinbau der Region und weit darüber hinaus.

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