TV-Doku: Giftmüll in Heilbronn

Heilbronn  Wie gefährdet sind die Menschen rund um das Bergwerk der Südwestdeutschen Salzwerke? In der Sendung „Odysso“ strahlt der SWR heute Abend einen Dokumentarfilm aus.

Von unserer Redaktion

In solche Säcke verpackt wird Müll verschiedenster Art in der Untertagedeponie der Südwestdeutschen Salzwerke eingelagert. Foto: Archiv/Veigel

Wie gefährdet sind die Menschen rund um das Salzbergwerk Heilbronn? Seit 1984 wird dort in den alten Stollen Giftmüll abgelagert - bisher bereits eine Million Tonnen.  In der Sendung „Odysso“ strahlt der SWR am Donnerstag, 11. Juli, 22 Uhr, den Dokumentarfilm „Giftmüll in Heilbronn“ aus. 

Er handelt von den Mülldeponien unter Tage in den Bergwerken Heilbronn und Bad Friedrichshall-Kochendorf. Mitgeholfen bei dem Film haben aus Heilbronn BUND-Regionalgeschäftsführer Gottfried May-Stürmer, der ehemalige Lehrer Erhard Jöst und der Geologe und Sozialwissenschaftler Marcos Buser aus der Schweiz. 

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Wie "Odysso"-Recherchen zeigen, landet ein Großteil des Giftmülls nicht in der Untertagedeponie, sondern im alten, ausgedienten Versatzbergwerk gleich daneben. Das ist kostengünstiger, aber gefährlicher, wie ein Schweizer Gutachten zeigt.

Alte Bergwerke werden in der Regel nicht komplett verfüllt, es bleiben riesige Hohlräume. Bricht Wasser ein, laufen die Versatzbergwerke regelrecht voll, wie in der Vergangenheit oft geschehen. Der Giftmüll würde so nach oben geschwemmt werden. 

 

 


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