Steinmeier hat Grund, Heilbronn wieder zu besuchen

Heilbronn  Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchte als Schirmherr des Deutschen Jugendherbergswerks die neue Heilbronner Jugendherberge. Als ordentliches Mitglied verließ er sie.

Von Christian Gleichauf

Ein Bekenntnis mit präsidialer Unterschrift

First Lady Elke Büdenbender (von rechts) genießt mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Susanne Pacher und Günther Schneider die Aussicht.

Foto: Mario Berger

Als Frank-Walter Steinmeier nach die Jugendherberge verlässt, kann es Susanne Pacher kaum glauben: "Ich habe seine Unterschrift!" Der Bundespräsident hat einen Mitgliedsantrag für das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) für sich und seine Familie ausgefüllt.

Es ist wohl der beste Beleg, dass sich dieser Besuch für die Landesvorsitzende des (DJH) und ihre Mitstreiter gelohnt hat.

Erinnerungen an die Jugendherbergen der 50er Jahre

Drei Stunden zuvor stehen Christine Kary aus Heilbronn und Erika Eberhard aus Pfedelbach vor der Jugendherberge und staunen. "Ich war 1959 auf dem Pilatus in der Schweiz, da haben 20 in einem Saal übernachtet", sagt Kary. "Das ist mit dem hier ja gar nicht mehr zu vergleichen."

Inzwischen haben sich die Jugendherbergen den Herausforderungen der Zeit angepasst. Das zeigt sich beim Anblick des Heilbronner Hauses. Und das wird auch wenig später beim Termin mit dem Bundespräsidenten und seiner Frau deutlich.

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Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender kommen entspannt von der Buga-Eröffnung auf die Dachterrasse der Jugendherberge. "Jetzt dürfen wir aber mal in die andere Richtung schauen", sagt Steinmeier nach dem Foto und genießt die Aussicht. "Heilbronn entwickelt sich ja unglaublich schnell", sagt der Heilbronner Herbergsvater Oliver Schulz und zeigt, wo gerade was gebaut wurde.

Das Präsidentenpaar hört zu

Wenig später spricht das Präsidentenpaar mit Vertretern des Jugendherbergswerks über die aktuellen Herausforderungen. Die Übernachtungszahlen sinken. Deshalb braucht der gemeinnützige Verein gut frequentierte Standorte wie Heilbronn, wo mit mittelfristig 40.000 Übernachtungen jährlich kalkuliert wird. Gleichzeitig sehen Hotels die günstigen Herbergsbetten teilweise als Konkurrenz. Jede Rückendeckung ist da willkommen.
 

In diesem Video sind die Eindrücke von Steinmeier bei der Buga-Eröffnung zusammengefasst:

Die First Lady hakt auch bei den jungen Leuten nach. Anneliese Keck aus Ulm etwa war bei der Deutsch-Chinesischen Jugendbegegnung dabei, eines der Kultur-Programme des DJH. Gemeinsam mit chinesischen und deutschen Teilnehmern durfte die Studentin fast drei Wochen durch Deutschland und China reisen. "Ich war positiv geschockt von der Kultur", erzählt die 19-Jährige. Der baden-württembergische Geschäftsführer Karl Rosner betont, solche "Internationalität" sei ein Markenzeichen der Jugendherbergen.

Eine Lieblingssuppe aus der Herbergsküche

Gemeinsam mit dem DJH-Präsidenten Günther Schneider geht der Tross dann in Richtung Küche, wo der Bundespräsident und seine Frau in die Töpfe schauen dürfen. Auch hier zeigt sich, wie sehr sich das Jugendherbergsleben in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. "Oh, Kartoffelsuppe", sagt Elke Büdenbender. Dass es eine ihrer Lieblingssuppen ist, hatte dem Küchenchef offenbar irgendwer verraten.

Wenig später verlässt der Bundespräsident die Buga, den Neckarbogen und Heilbronn wieder. Eines sagt er aber zu: "Heilbronn ist so vielseitig, dass es viele Gründe gibt, wiederzukommen."

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Die Bundesgartenschau ist bis zum 6. Oktober täglich geöffnet - einen Ruhetag gibt es bis dahin nicht. Auch am Karfreitag ist das Gelände am Neckar ab 9 Uhr für Besucher geöffnet.

 


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