Startschuss beim FC Union Heilbronn für das Projekt "Anpfiff ins Leben"

Heilbronn  Der Verein "Anpfiff ins Leben" nimmt beim FC Union Heilbronn mit Koordinator Dominik Hager Fahrt auf. 15 Jugendtrainer bekommen ab August einen Basislehrgang des WFV.

Von Friedhelm Römer
Das Projekt beginnt

Startschuss beim FC Union Heilbronn für das Projekt "Anpfiff ins Leben" (v.l.): Simone Born, Dietmar Pfähler (Anpfiff ins Leben), Silke Lohmiller (Dieter-Schwarz-Stiftung), Dominik Hager (Koordinator) und Werner Schmidt (Vorsitzender FCU).

Foto: Römer

An der Badstraße 100 wird es lebendig. Der in der Metropolregion Rhein-Neckar etablierte Verein "Anpfiff ins Leben" hat nun auch Heilbronn erreicht. Dieter-Schwarz-Stiftung und die hinter "Anpfiff" stehende Dietmar-Hopp-Stiftung wollen Basisarbeit leisten und unterstützen die Nachwuchsarbeit des FC Union Heilbronn finanziell und strukturell. Das Projekt wird von der Schwarz-Stiftung dem Vernehmen nach jährlich mit einer sechsstelligen Summe gefördert und ist auf drei Jahre angelegt.

Projektkoordinator kommt aus Heilbronn

Am vergangenen Freitag haben die Verantwortlichen den hauptamtlichen Projektkoordinator vorgestellt. Der 24-jährige Heilbronner Dominik Hager, einst Jugendfußballer bei Union Böckingen sowie später beim Bezirksligisten FC Union Heilbronn, übernimmt eine spannende Aufgabe. Er koordiniert den Spielbetrieb im Jugendbereich, leitet die Traineraus- und Weiterbildung an und verzahnt die Bereiche Sport, Schule, Beruf und Soziales miteinander. "Unser Anliegen ist es, den Nachwuchs nicht nur sportlich, sondern auch in Sachen Bildung zu fördern", sagt Dietmar Pfähler.

Jugendliche nach vorne bringen

Der 70-jährige Heilbronner ist Vorsitzender des in Walldorf ansässigen Vereins. Pfähler sieht in Dominik Hager die ideale Besetzung für den Job. Hager hat in Heidelberg Sport und Geografie studiert und eine Heilbronner Vergangenheit, er habe sich recht deutlich gegen weitere fünf Bewerber durchgesetzt, so Pfähler. "Ich will die Jugendlichen nach vorne bringen", erklärt der 24-Jährige.

Im ersten Teil des Projekts steht die Traineraus- und Weiterbildung im Fokus. Die 15 Jugendtrainer bekommen ab August einen Basislehrgang des Württembergischen Fußballverbandes (WFV), der in Heilbronn stattfindet.

185 Kinder und Jugendliche beim FCU aktiv

"Wir sind stolz, dass wir das Pilotprojekt in Heilbronn umsetzen dürfen und werden es mit großem Engagement angehen", sagt der FCU-Vorsitzende Werner Schmidt, der den Stein vor einem Jahr mit einer Anfrage an Dietmar Hopp ins Rollen brachte. 185 Kinder und Jugendliche sind derzeit beim FCU aktiv. Künftig sollen es zwischen 400 und 600 sein.

Für das Projekt werden Lehrer rekrutiert, die den Nachwuchskickern bei Bedarf Nachhilfeunterricht geben. "Das werden zunächst die obligatorischen Fächer wie Mathe und Englisch sein. Im nächsten Jahr wird es dann individueller", weiß Simone Born, die Projektleiterin bei "Anpfiff ins Leben". Die Suche nach passenden Lehrern dürfte ebenfalls kein Problem sein. "Wir können den Kontakt zur aim herstellen", sagt Silke Lohmiller, die als Geschäftsführerin der Dieter-Schwarz-Stiftung ebenfalls mit im Boot ist. Die Akademie für innovative Bildung und Management (aim) gehört ebenfalls zur Schwarz-Stiftung. Ausgehend von voraussichtlich drei bis fünf Lehrern in diesem Jahr, könne der Stamm laut Pfähler weiter ausgebaut werden: "Wir sind vorbereitet."

Allerdings stellt der Anpfiff-Chef auch klar: "Was wir nicht wollen, ist, dass Spieler von anderen Vereinen abgeworben werden, mit dem Argument, dass man beim FC Union Nachhilfe bekommt."

Förderkonzept

Dietmar Hopp und der 2018 verstorbene Anton Nagl gründeten 2001 den Verein "Anpfiff ins Leben". Das Jugendförderkonzept besteht aus den Säulen Fußball, Schule, Beruf und Soziales und soll zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen. Nach den sieben Förderzentren in der Rhein-Neckar-Region startet mit dem FC Union Heilbronn das achte Projekt. Einst war auch der SC Abstatt dabei. Nach Angaben des Vorsitzenden Dietmar Pfähler sind jährlich 3500 Kinder in der Förderung.

 

 


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