Protestaktionen an SLK-Kliniken geplant

Heilbronn  Nachdem am Dienstag die Heilbronner Busfahrer ihre Arbeit niedergelegt haben, sind für den Mittwoch Aktionen an den SLK-Kliniken Am Gesundbrunnen und beim Plattenwald-Krankenhaus geplant. Hintergrund ist der Tarifstreit im öffentlichen Dienst.

Von unserer Redaktion

Am Mittwoch sind im Tarifstreit in der Region zwei weitere Aktionen geplant. Die Veranstaltungen bei den SLK-Kliniken sei notwendig, "wenn es bei den Verhandlungen keine deutliche Bewegung der Arbeitgeber zu den aktuellen Tarifforderungen gibt", sagte Marianne Kugler-Wendt am Dienstag. Um 13.30 Uhr soll es eine Mittagspausenaktion im Klinikum Am Gesundbrunnen geben, um 16.45 Uhr eine Aktion im Plattenwald-Krankenhaus.

Die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und dem öffentlichen Dienst finden am Dienstag und Mittwoch statt. Verdi fordert für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro monatlich angehoben werden. Auch sollen Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung garantiert übernommen werden.

Die Laufzeit des Tarifvertrages soll zwölf Monate betragen. Für Beschäftigte in Krankenhäusern soll der Nachtdienstzuschlag um 20 Prozent erhöht werden.


Mehr als 200 Busfahrer im Streik

 

Erstmals in der laufenden Tarifrunde des öffentlichen Dienstes werden am Dienstag die Auswirkungen für die Bürger spürbar: Bei der ersten großen Aktion in Baden-Württemberg legen mehr als 200 Busfahrer, Werkstatt- und Verwaltungsmitarbeiter der städtischen Verkehrsbetriebe Heilbronn im Rahmen eines Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte, die Arbeit nieder.

Ab 13 Uhr, unmittelbar nach dem Schülerverkehr, kehrten die 66 Stadtbusse in das Depot an der Georg-Vogel-Straße zurück. Gewerkschafter brutzelten dort Steaks und Grillwürste zur Stärkung. Für den Rest des Tages fahren keine Stadtbusse mehr. An den wichtigen Haltestellen weisen Plakate die Fahrgäste auf den mehrstündigen Warnstreik hin.

HNV-Busse sind nicht vom Streik betroffen

Nicht betroffen von dem Warnstreik waren Busbetriebe des Heilbronner, Hohenloher, Haller Nahverkehrs (HNV) sowie Linien der Regionalbus Stuttgart GmbH. Den Einnahmeausfall beziffert Tilo Elser, Direktor der Verkehrsbetriebe auf „grob geschätzt“ 10.000 Euro.

Forderungen Verdi fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestes aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll zwölf Monate betragen.

Gewerkschaft hat weitere Aktionen geplant

Bislang lehnen die kommunalen Arbeitgeber diese Verdi-Forderungen mit der Begründung ab, sie passten nicht zur Realität in den Kommunen und kommunalen Betrieben. Dabei verweisen sie darauf, dass die Städte und Gemeinden bundesweit mit 141 Milliarden Euro verschuldet seien. Außerdem herrsche ein Investitionsrückstand von rund 126 Milliarden Euro.

"Deshalb begleiten wir die am 12. und 13. März stattfindenden Tarifverhandlungen mit massiven Protestaktionen und Warnstreiks", gibt sich die Geschäftsführerin der Region Heilbronn-Neckar-Franken, Marianne Kugler-Wendt, kämpferisch.