Projekt-Campus der Schwarz-Gruppe: Raum für bis zu 5000 Mitarbeiter

Bad Friedrichshall  Der Projekt-Campus der Schwarz-Gruppe in Bad Friedrichshall nimmt Gestalt an. Am Montagabend hat die Unternehmensgruppe bei einer Bürgerinformationsveranstaltung den städtebaulichen Entwurf für das Großprojekt vorgestellt.

Von Manfred Stockburger

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Das Großprojekt hat das renommierte Kölner Büro JSWD Architekten zusammen mit der Handelsgruppe entworfen.  

Sieben asymetrische Gebäude sollen dort entstehen, dazu ein in den Hang hineingebautes Parkhaus. Die Erschließungsarbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen, sagten die Schwarz-Manager Gerd Chrzanowski und Josef Klug vorab der Heilbronner Stimme

Südlich der bestehenden Kreisstraße zum Plattenwald ist der Bau einer neuen Straße vorgesehen, über die der Verkehr so geleitet wird, dass er nicht direkt am bestehenden Wohngebiet vorbeifährt. In der Endausbaustufe soll es auf dem Campus rund 4500 Parkplätze geben.

Kita und Restaurant

Vorgesehen sind neben flexibel nutzbaren Büros und Besprechungsräumen auch eine Kindertagesstätte und ein Restaurant. Im ersten Bauabschnitt soll genügend Raum für 3000 Mitarbeiter entstehen, in der Endausbaustufe soll der Campus etwa 5000 Mitarbeitern ein ansprechendes Arbeitsumfeld bieten.

„Mit dem Schwarz Projekt-Campus werden wir die räumlichen und technischen Voraussetzungen schaffen, dass unsere Teams im Rahmen ihrer Projektarbeit effizient zusammenarbeiten können“, sagt Christoph Hopfenzitz, der als Bereichsvorstand Immobilien für das Projekt zuständig ist.

Der städtebauliche Entwurf ist die Basis für die Erstellung des Bebauungsplans und für die Genehmigungsplanung für das Großprojekt, dessen Kostenrahmen im unteren bis mittleren dreistelligen Millionenbereich liegt. Die Parkplätze für die Mitarbeiter sind in terrassenförmig angeordneten Parkdecks angebracht, deren Dächer begrünt werden sollen. Weil sie über verschiedene Zufahrten erreichbar sind, geht Josef Klug davon aus, dass es auch in der Stoßzeit keinen Rückstau auf die B27 gibt, die als wichtigste Zufahrt für den Campus dienen wird.

Wie berichtet hatte das Unternehmen im Februar den Kauf der Grundstücke im Gebiet Obere Fundel südlich des Stadtteils Kochendorf abgeschlossen. Einschließlich einer Erweiterungsoption steht der Neckarsulmer Gruppe dort ein 16 Hektar großes Areal zur Verfügung.

Ersatz für Mietbüros

Der neue Projektcampus soll Zug um Zug viele der rund 50 Standorte ablösen, die die Schwarz-Gruppe zurzeit in der Region angemietet hat. Der Bauantrag soll im Laufe des Jahres 2019 eingereicht werden. 

 


Campus in Bad Friedrichshall

Nachdem Lidl und Kaufland lange Zeit weitgehend unabhängig voneinander agierten, setzt die Schwarz-Gruppe seit etwa zwei Jahren auf eine bessere strategische Abstimmung. Der geplante Campus in Bad Friedrichshall mit bis zu 5000 Arbeitsplätzen soll spartenübergreifend genutzt werden. Im laufenden Geschäftsjahr werden Lidl und Kaufland voraussichtlich erstmals mehr als 100 Milliarden Euro Umsatz erreichen.