Notfallübung am Kernkraftwerk Neckarwestheim

Neckarwestheim  Ausgehend von einem fiktiven Störfall im Kernkraftwerk Neckarwestheim üben Behörden des Bundes und Landes den radiologischen Katastrophenschutz.

Von Reto Bosch und dpa
Ausgehend von einem fiktiven schweren Störfall im Kernkraftwerk Neckarwestheim üben Behörden des Bundes und Landes den radiologischen Katastrophenschutz. Foto: dpa

Am Dienstag begann der Test: In dem Szenario hatte ein Erdbeben einen Stromausfall im Kraftwerk verursacht, wie ein Sprecher des Bundesamts für Strahlenschutz sagte. Am Mittwoch soll der Austritt von radioaktiver Strahlung simuliert werden.

Entscheidend ist dann, in welche Maße radioaktive Strahlung austritt. Bundes- und Landesbehörden üben mehrere Tage lang, wie sie an Messdaten kommen und diese weiterverarbeiten. Und natürlich geht es auch darum, die vielen beteiligten Stellen bestmöglich zu verzahnen. Auch Hubschrauber sind im Einsatz.

Es sei eine der größten Übungen dieser Art, so eine Sprecherin der Behörde. Dabei soll vor allem die Zusammenarbeit im neuen Radiologischen Lagezentrum erprobt werden. Dieser Krisenstab unter Leitung des Bundesumweltministeriums wird etwa bei einem Unfall in einem Kernkraftwerk aktiv und sammelt Daten zum Ereignis. Aus ihnen kann die Zugbahn einer radioaktiven Wolke vorhergesagt werden.

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Mehrere Ministerien, die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, das Regierungspräsidium und der Kerntechnische Hilfsdienst und die Bundespolizei: Im Ernstfall müssen die Kommunikationswege stimmen. Eine Schlüsselrolle spielt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Dessen Experten bewerten die Gefahrenlage. Und das BfS verfügt über die Messtechnik.


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