Neckarsulm als gemütliche Stadt der Weltfirmen

Neckarsulm  Mit Audi und der Schwarz-Gruppe beheimatet Neckarsulm wahre Branchenriesen. Dass global agierende Großunternehmen mit inhabergeführten Geschäften harmonieren können, beweist die örtliche Fußgängerzone.

Von Stefanie Pfäffle
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Bechtle gehört zu den größten Arbeitgebern der Stadt und zeigt die Vielfältigkeit der Branchen.

Es ist ein Verhältnis, das es so in Deutschland wohl kein zweites Mal geben dürfte. In Neckarsulm kommen auf rund 27.000 Einwohner über 40.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Den gewichtigsten Beitrag dazu tragen die beiden größten Arbeitgeber der Region bei, Audi und die Schwarz-Gruppe, doch es gibt noch zahlreiche weitere Firmen, die den Stadtnamen bekannt machen. Trotz des damit verbundenen hohen Verkehrsaufkommens hat Neckarsulm aber auch eine sehr gemütliche Seite.


Gemütliche Atmosphäre in der Fußgängerzone

Gemütliche Stadt der Weltfirmen

Dank engagierter Inhaber gibt es auch in den Stadtteilen so manche Chance zum Einkauf für die Einwohner.

In der Innenstadt mit ihrer Fußgängerzone reihen sich zahlreiche inhabergeführte Geschäfte aneinander. "Wir haben eine sehr gemütliche Einkaufsatmosphäre mit gleichzeitig kostenlosem Parken, das sind unsere Vorteile", erklärt Citymanager Daniel Bürkle. Mit regelmäßigen Veranstaltungen in Verbindung mit verkaufsoffenen Sonntagen, mit der ersten langen Einkaufsnacht kürzlich, aber auch mit der Sommerreihe "Donnerstags in die City" lockt Neckarsulm viele Auswärtige an. "Die Stadt unterstützt den Gewerbeverein auch in anderen Bereichen."

Gemütliche Stadt der Weltfirmen
Audi ist mit rund 17.000 Beschäftigten aktuell nicht nur der größte Arbeitgeber der Stadt, sondern auch der gesamten Region.

Die Fachmärkte im Gewerbegebiet Rötel mit Deutschlands erstem Kaufland oder auch das Einkaufszentrum an der Hohenloher Straße ergänzen das umfangreiche Angebot. Es gibt Kleidung, auch wenn die Schließung des Modehauses Diemer zum Jahresende ein großer Verlust ist, gleich drei Schuhläden, Bücher, Lederwaren und vieles mehr. "Wir decken in der Innenstadt eigentlich alles ab, würden uns nur Haushalts- und Spielwaren wünschen", stellt Bürkle fest.

Multikulturelles Angebot in der Stadt der Weinpioniere

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In den zahlreichen Gewerbegebieten finden sich sowohl Weltunternehmen als auch kleine mittelständische Betriebe.

In punkto Nahversorgung herrscht kein Mangel. In der Kernstadt gibt es diverse Vollsortimenter und Discounter sowie einen gut laufenden Wochenmarkt mittwochs und samstags. Auch in den Stadtteilen sind teilweise Vollsortimenter und Discounter, immer Bäcker und Metzger sowie Hofläden von Landwirten vorhanden, die das Angebot ergänzen.

In Obereisesheim gibt es zum Beispiel einen türkischen Supermarkt, in Amorbach einen Vollsortimenter mit osteuropäischem Schwerpunkt und ein Geschäft mit Waren vom Balkan.

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Citymanager Daniel Bürkle (links) und Pressesprecher Andreas Bracht wissen um die Stärken von Neckarsulm.

Apropos Landwirtschaft − Weinbau spielt hier traditionell die größte Rolle, wurde in Neckarsulm 1855 doch die erste Weingärtnergenossenschaft Deutschlands gegründet. Diese ist inzwischen Teil der Genossenschaftskellerei Heilbronn. "Wir haben aber auch eine ganze Anzahl an Selbstvermarktern, die mit Besen auch das gastronomische Angebot aufwerten", erklärt der städtische Pressesprecher Andreas Bracht.

Gewerbefläche en masse

Wer so viele Arbeitsplätze hat, braucht auch viele Gewerbegebiete. Insgesamt sind es zwölf mit einer Gesamtfläche von 147 Hektar, allein sieben davon in der Kernstadt. Drei weitere kommen in Obereisesheim, zwei in Dahenfeld dazu. "Wir fördern keine Neuansiedlungen, aber die bestehenden Betriebe haben Bedarf an Erweiterungsflächen", erläutert Bracht. Im Flächennutzungsplan wurden deswegen verschiedene Erweiterungen und auch neue Gebiete ausgewiesen.

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An Einkaufsmöglichkeiten mangelt es nicht. Die Schwarz-Gruppe ist der zweitgrößte Arbeitgeber der Stadt und das hiesige Kaufland immer noch das größte, das es gibt. Fotos: Pfäffle

Derzeit läuft für einen Teil der Erweiterung des Trendparks Süd das Bebauungsplanverfahren. Im Gebiet Linkes Tal plant Härdtner eine neue Großbäckerei mit Café, hier muss allerdings noch die Verkehrsanbindung geklärt werden. Überhaupt ist das Branchenspektrum in Neckarsulm größer als man denkt. Neben Automotive gibt es zahlreiche Dienstleister, Energie, Elektrotechnik und Handwerker in allen Gewerken, die auf das gesamte Stadtgebiet verteilt sind.

 

 
 

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