Mitschuld am Tod eines Arbeiters: Geschäftsführer verurteilt

Mitschuld am Tod eines Arbeiters

Region  Das Heilbronner Amtsgericht verurteilt einen Geschäftsführer nach einem grausamen Unfall in einer Ballenpresse wegen fahrlässiger Tötung. Der deutet im letzten Wort an, dass er seine Verantwortung nicht so wirklich einsieht.

Von Carsten Friese

Der schier unfassbare Arbeitsunfall in der Ballenpresse eines folienverarbeitenden Betriebs im Landkreis Heilbronn endet für den Geschäftsführer mit einem Strafurteil. Wegen fahrlässiger Tötung hat Amtsrichter Ralph Bender den 59-jährigen Firmenchef am Freitag nach einem langen zweiten Prozesstag zu einer Geldstrafe zu 90 Tagessätzen à 200 Euro verurteilt. Das bedeutet: Der Geschäftsführer muss 18 000 Euro an die Witwe des in der Presse getöteten Arbeiters aus Rumänien zahlen. Und gilt bei 90