Leser fordern mehr Kontrollen und höhere Bußgelder

Region  Autofahrer, die Kreuzungen zustellen, riskant überholen, drängeln, und an der Ampel bei Gelb Gas geben, haben viele schon erlebt. Wie sich das Rowdytum stoppen lässt? Stimme.de-Leser machen Vorschläge.

Von Heike Kinkopf

Nach der Berichterstattung über das rücksichtslose Verhalten von Verkehrsteilnehmern am vergangenen Dienstag erreichen zahlreiche Zuschriften die Stimme-Redaktion. Effektive Kontrollen, so der Tenor, könnten die Situation verbessern.

"Die Zunahme der Aggressivität im Straßenverkehr ist eine Erfahrung, die man täglich machen kann", schreibt etwa Karl-Christian Weber aus Heilbronn. Auf den österreichischen Autobahnen werde "deutlich gesitteter gefahren als bei uns". Dort stünden in regelmäßigen Abständen Blitzer. "Sobald man die Grenze nach Deutschland passiert hat, fängt der Raser- und Dränglerwahnsinn wieder an." Dort, wo Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten, sollte häufiger geblitzt werden; ein generelles Tempolimit ließe sich außerdem konsequenter kontrollieren und durchsetzen, so Weber.

So machen es die Nachbarländer

Die Zahl der Kontrollen müsse nicht zwangsläufig steigen, meint ein weiterer Leser. "Blickt man ins europäische Ausland, fällt schnell auf, dass hierzulande einfach die Strafen viel zu gering sind."

Ein anderes Beispiel aus dem Nachbarland Frankreich nennt ein Leser aus dem nördlichen Landkreis. Dort mahnten Warnschilder: Zwei Leitpfosten Abstand bedeuten Sicherheit, ein Leitpfosten Abstand Gefahr. "Solche Schilder sieht man bei uns nicht, dafür aber braune Hinweistafeln für Wein, Burgen und Schlösser oder Museen. Sie sind wohl wichtiger als Sicherheit."

Raser machen Oststraße unsicher

An der Oststraße in Heilbronn beobachtet ein Leser die nächtlichen Raser. Bewusst flitzen Autofahrer außerdem bei Gelb und sogar Rot über die Kreuzungen, stellt er fest. Statt das Tempo bei Gelb zu verlangsamen, "wird nochmals richtig Gas gegeben". Er fragt sich, wie viele Ampeln im Stadtgebiet überhaupt überwacht werden? Maximal fünf, schätzt er. Dass andere dagegen trotz Grün nicht in die Gänge kommen, liegt ihm zufolge an der "Handyfingerei". Abgelenkt vom Mobiltelefon, "fahren sie zu spät an oder gehen plötzlich vom Gas".