Leser beweisen beim Wein-Quiz Humor und Sachverstand

Heilbronn  12.174 Einsendungen erreichten die Heilbronner Stimme beim 43. Stimme-Wein-Quiz. Es ist das viertbeste Ergebnis seit 1976.

Von Kilian Krauth

Glücksfee Nicole Kränkel mit Chefredakteur Uwe Ralf Heer (rechts) und Weinstimme-Macher Kilian Krauth bei der Auslosung der 70 Gewinner. Foto: Mario Berger

Was ein Federweißer ist? Kein Philosoph, kein Matratzenreininger, sondern natürlich neuer Wein. Und: Unter Mazeration versteht man das Einweichen der Maische, keinesfalls einen Ausschlag auf der Nase oder die maschinelle Ernte. Daube ist kein Schimpfwort für faule Wengerterstöchter, sondern ein Teil des Holzfasses; zur Not geht es auch als Dialektwort für Taube durch.

Und: Altersnote ist keine Zensur für einen betagten Wein, auch kein Bonus für den Reifegrad der Traube, sondern ganz einfach ein Fehlton im Wein. Alles klar? Für die allermeisten Teilnehmer des 43. Stimme-Wein-Quiz waren die Antworten kein Problem, so kamen am Ende fast alle auf das korrekte Lösungswort: Rebe. 

Die von den Redaktionsassistentinnen Alexandra Becker und Nicole Kränkel sorgfältig gezählten und geprüften Einsendungen kamen rechtzeitig vor dem Nikolaustag in die Lostrommel. Die erfahrenen Stimme-Damen ließen sich weder von hübschen Weihnachtsgrüßen, noch von netten Herzchen beeinflussen. Unter Aufsicht von Chefredakteur Uwe Ralf Heer verlief das Los-Prozedere „wie unsere Berichterstattung absolut neutral“.

70 Gewinner teilen sich 444 Flaschen

Glücksfee Nicole Kränkel zog aus 12.174 Namen 70 Gewinner. Sie dürfen sich 444 Flaschen teilen. Die zehn Hauptgewinner werden mit Partner Ende Januar auf eine Rundfahrt zu drei ausgezeichneten Betrieben geladen, begleitet vom Präsidenten des Weinbauverbandes, Hermann Hohl, der neben Anzeigenkunden der Weinstimme die Gewinne spendiert. 

12.174 Einsendungen: Das ist der vierthöchste Wert, den der Klassiker der Heilbronner Stimme, Hohenloher Zeitung und Kraichgau Stimme seit 1976 erreicht hat. Nur dreimal waren es mehr: 2013 mit 13.962, 2017 mit 12.596 und 2016 mit 12.224. Initiator Ekkehard Würstle hatte beim Auftakt anno 1976 immerhin 2338 erreicht, Nachfolger Siegfried Schilling schraubte die Zahlen in den 1980ern nach oben.

Neue Weinstimme

Mit der damals neu konzipierten Weinstimme und dem Internet schossen die Teilnehmerzahlen 2007 über die magische Marke von 10.000. Einsendungen kommen inzwischen aus halb Deutschland. Die für ein regionales Medienunternehmen außergewöhnlich hohe Quote ist für Chefredakteur Heer „ein Gradmesser für den Stellenwert, den das Kulturgut Wein in unserer Region genießt, und damit auch in unserer Berichterstattung“.

Deshalb biete man auch Sonderprodukte zu Genussthemen an, bis hin zu Büchern und Leserreisen. Auffällig sei, dass die Zahl der E-Mails kontinuierlich gestiegen sei. Dies zeigt laut Heer, dass die Stimme auch im Bereich neuer Medien bestens aufgestellt ist. Der Top-Wert sei nicht zuletzt den Angeboten von „Stimme Premium“ zu verdanken: „Damit sind wir multimedial, mobil und vor allem stets aktuell.“

3700 der Teilnehmer wählten übrigens den klassischen Postweg oder gaben Mitte November bei der neuen Weinshow Württemberg in der Heilbronner Harmonie ihren Abschnitt ab, ganz genau 5967 meldeten sich per E-Mail, meist auf kurzem Weg über www.stimme.de, 2471 wählten eine Telefon-Hotline und nur 36 schickten eine SMS.

Die Gewinner

Eine Bustour gewonnen haben: Dagmar Gerhardt, Obersulm; Irmgard Fiedler, Bretzfeld; Barbara Klopprogge, Bad Rappenau; Franziska Batsch, Jagsthausen, Hans-Peter Weinreich, Neckarsulm; Rudolf Holzhofer, Öhringen; Matthias Grünewald, Bönnigheim; Wilfried Senghaas, Heilbronn; Jörg Kohler-Schunk, Schwaigern; Jürgen Seyfert, Weinsberg. Jeweils sechs Flaschen Wein gehen an: Werner Geiger, Werner Hofmann, jeweils Eppingen; Rene Spohn, Ittlingen; Lydia Funk, Johanna Mohr, jeweils Bad Rappenau; Manuela Rieger, Waldenburg;

Marianne Jakob, Pfedelbach; Heike Roll, Öhringen Nadine Berndt Neuenstein-Neufels; Marlene Fischer, Schöntal; Cornelia Wäntig, Niedernhall; Inge Jäger, Sonja Kircher, beide Bretzfeld; Annemarie Schurich, Ingelfingen; Yelenys Galvez Benitez, Kupferzell; Martin Wurst, Christian Bort, beide Neuenstein; Eugen Schöll, Künzelsau; 

Friedrich Lösch, Windischenbach; Helmut Weiss, Künzelsau-Kocherstetten; Regina Abele, Oedheim; Hannelore Pröger, Wüstenrot; Renate Schnaufer, Anna Leitner, beide Heilbronn; Britta Bauer, Neckarsulm; Ursula Messerschmidt, Leingarten; Margita Friedl, Möckmühl; Luise Müller, Nordhausen; Tanja Krebs, Neckarwestheim; Dagmar Dauenhauer, Nordheim; Corina Reiner, Brackenheim; Manja Grünenwald, Bönnigheim; Martina Schilpp, Löwenstein; Ruth Mühlberger, Heilbronn; Claudia Betz, Untereisesheim; Elke Gross, Nordheim; Daniela Schwarz, Weinsberg; Marianne Hollstein, Bad Friedrichshall; Doris Waltz, Untergruppenbach; 

Rosemarie Lieber, Weinsberg; Iris Gerharz, Lehrensteinsfeld; Elke Aldinger, Heilbronn; Michael Jenette, Neuenstadt; Frank Walter, Gellmersbach; Bernd Köcher, Offenau; Günther Stadtmüller, Erlenbach; Eugen Keuerleben, Zaberfeld; Benno Faforke, Neckarsulm; Mathias Braun, Gundelsheim; Karl-Ernst Schmitt, Lauffen; Florian Basst, Weinsberg; Andreas Graßmann, Obersulm; Dennis Goetz, Flein; Georg Wenzel, Wüstenrot; Ewald Conte, Nordheim; Max Bendel, Weinsberg; Ottmar Vogel, Eberstadt; Helmut Waidmann, Katja Lauster, beide Heilbronn; Dietrich Müller, Oedheim. Die Gewinner werden per Post benachrichtigt.