Krisensitzung in Stuttgart bringt keine Verbesserungen für die Frankenbahn

Region  Landesverkehrsminister Hermann hat von der Geschäftsführung von Go-Ahead Baden-Württemberg rasche Lösungen bei den Kapazitäts- und Qualitätsproblemen auf den neu betriebenen Strecken verlangt. Das Verkehrsunternehmen betreibt unter anderem Verbindungen auf der Frankenbahn. Dort gibt es vorerst aber keine Veränderung.

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Am Dienstag trafen sich Vertreter von Ministerium, Nahverkehrsgesellschaft und Go-Ahead zum erneuten Krisengespräch. „Go-Ahead erfüllt unsere Kapazitätsanforderungen vielfach nicht. Das gilt insbesondere im Berufsverkehr. Hinzu kommen zuletzt zu viele personalbedingte Ausfälle ganzer Fahrten“, erklärte der Winfried Hermann (Grüne). Der technische Geschäftsleiter von Go-Ahead Baden-Württemberg, Gordon Lemke, erklärte, dass derzeit intensiv an kurzfristigen Lösungen gearbeitet werde.

Kundenproteste besonders aus dem Filstal zwischen Stuttgart und Ulm und aus dem Remstal hatten das Ministerium zum Handeln genötigt. Auf der Frankenbahnstrecke, die von Stuttgart über Heilbronn bis nach Osterburken oder Würzburg führt, gibt es zwar ebenfalls Schwierigkeiten, sowohl bei Go-Ahead als auch beim zweiten neuen Anbieter Abellio. Die Nahverkehrsgesellschaft NVBW habe die Zugausfälle und Verspätungen aber genau im Blick. Im Verhältnis würden die Probleme im Fils- und im Remstal deutlicher zutage treten als im Raum Heilbronn, erklärte ein Ministeriumssprecher gegenüber der Heilbronner Stimme. Weitere Gespräche mit Abellio sind allerdings angekündigt. 


Christian Gleichauf

Christian Gleichauf

Chefkorrespondent Wirtschaft

Christian Gleichauf schreibt über Menschen, Unternehmen und wirtschaftliche Entwicklungen in der Region Heilbronn-Franken. Seit dem Jahr 2000 ist der gebürtige Südbadener bei der Heilbronner Stimme.

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