Kreative Auseinandersetzung mit Europa

Region  Die Landesjury des 66. Europäischen Wettbewerbs "YOUrope - es geht um dich" hat die Kunstwerke der Schüler bewertet. Es geht um die Erziehung zu Demokratie und Toleranz, die Einhaltung der Menschenrechte und den Schutz von Minderheiten.

Von Kirsi-Fee Rexin

Kreative Auseinandersetzung mit Europa

Andrea Noe, Beatrix von Deym und Oma Hammouda (v.l.) bewerten als Landesjury des 66. Europäischen Wettbewerbs die eingereichten Arbeiten der Schüler.

Foto: Mugler

Ob gemaltes Bild, Collage oder selbstgeschriebener Songtext, ein Video oder ein Gedicht: In welcher Form sich die Schüler von der Grundschule bis zur Oberstufe mit dem Thema Europa befassen, können sie bei "YOUrope - es geht um dich" völlig frei entscheiden.

"Die Hauptsache beim Europäischen Wettbewerb ist, dass sich die Schüler mit den Themen, die in Zusammenhang mit Europa stehen, kreativ beschäftigen. Dabei können sie Positives hervorheben, genauso aber auch Kritik üben", erklärt Projektleiterin Beatrix von Deym.

Demokratie, Menschenrechte und Toleranz

Der Kreativwettbewerb "YOUrope - es geht um dich" steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird seit 1953 in Deutschland ausgerichtet. Er greift Themen auf, die für den Prozess der europäischen Einigung unabdingbar sind: die Erziehung zu Demokratie und Toleranz, die Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten, den Schutz von Minderheiten, zählt von Deym auf. "Angepasst auf die Jahrgänge gibt es zwei bis drei Themen. Die Schüler können daraus eines auswählen und allein oder in der Gruppe bearbeiten", erklärt von Deym.

Gemeinsam mit der Landesbeauftragten Andrea Noe und Omar Hammouda vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport und elf weiteren Lehrkräften aus den Bereichen Bildende Kunst, Deutsch, Geschichte und Gemeinschaftskunde sichtet von Deym als Landesjury die eingegangen Werke. Dafür kommt das Gremium für einige Tage in der Evangelischen Tagungsstätte Löwenstein (ETL) zusammen.

Nach welchen Kriterien wird bewertet?

"Kriterien bei der Bewertung sind, dass das Thema Europa getroffen wurde. Außerdem die Qualität: Man erkennt, ob sich ein Schüler wirklich mit der Sache auseinandergesetzt und sich Mühe gegeben hat", weiß Grundschullehrerin Andrea Noe.

"Aus dem Stadt- und Landkreis Heilbronn haben 955 Kinder und Jugendliche aus acht Schulen teilgenommen", berichtet Omar Hammouda vom Kultusministerium. Dabei seien zu einigen Modulen mehr Arbeiten eingegangen als zu anderen.

"Die Preisverleihungen sind die Seele des Wettbewerbs"

Trotzdem ist die Jury von der Vielfältigkeit der Arbeiten überrascht. "Es ist wirklich bemerkenswert, wie unterschiedlich die Schüler die Themen angehen und kreativ umsetzen", findet Hammouda. Social Media spiele in den Schulen mittlerweile auch eine große Rolle. Auch, weil viele nun eine gute Medienausstattung hätten.

"Umso schöner ist es zu sehen, dass sich die Schüler trotzdem auch kritisch mit Social Media auseinandersetzen", sagt Hammouda und deutet auf ein Bild, das einen vor dem Computer sitzenden Menschen zeigt, der aus ganz vielen Likes besteht.

Gelungene Werke werden mit Orts-, Landes- und Bundespreisen ausgezeichnet. "Die Preisverleihungen sind die Seele des Wettbewerbs. Die Schüler freuen sich da immer besonders darauf, denn sie merken, dass ihre Arbeit auch wertgeschätzt wird", sagt Grundschullehrerin Andrea Noe.
 


Schulen und Preise

955 Kinder und Jugendliche aus dem Stadt- und Landkreis Heilbronn haben 254 Arbeiten eingereicht. Teilgenommen haben: Grundschule Biberach, Wilhelm-Hauff-Schule (Grund- und Werkrealschule), Schlossbergschule Auenstein (Grundschule), Albrecht -Dürer-Schule Neckargartach (Grund- und Werkrealschule), Grundschule Lampoldshausen, Elly-Heuss-Knapp-Gemeinschaftsschule Böckingen, Grundschule Bad Rappenau und Zabergäu-Gymnasium.

Dabei wurden vier Landespreise und 61 Ortspreise vergeben. Insgesamt haben 2019 rund 19.000 Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg am Wettbewerb teilgenommen. Bei der Jury wurden in Summe 8000 Arbeiten eingereicht.

 


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