Keine Angst vor Parkchaos am Sonntag in Heilbronn

Heilbronn  Durch die zwei Großveranstaltungen Trollinger-Marathon und Bundesgartenschau könnten die Parkplätze in Heilbronn am Sonntag knapp werden. Die Organisatoren haben sich auf die Ausnahmesituation vorbereitet.

Von Helmut Buchholz
Keine Angst vor Parkchaos am Sonntag in Heilbronn

Hinweisschild auf dem Buga-Parkplatz auf der Theresienwiese.

Foto: Mario Berger

Bricht am Wochenende in Heilbronn das Parkchaos aus? Tatsache ist, dass Besucher und Teilnehmer von zwei Großveranstaltungen um die gleichen Stellplätze konkurrieren, vor allem auf der Theresienwiese und -straße nahe des Frankenstadions.

Die Veranstalter des Trollinger-Marathons rechnen mit 7000 Teilnehmern, von denen ein guter Teil am Wettkampfsonntag mit dem Auto anreisen wird. Die Bundesgartenschau rechnet an "normalen" Tagen mit 13 000 Besuchern. Allerdings glauben weder die Trolli-Organisatoren noch die Buga-Macher, dass der Engpass beim Parken zu gravierend wird. Beide haben sich auf die Ausnahmesituation vorbereitet.

Das Park-Tagesticket kostet fünf Euro

"Die Trolli-Teilnehmer können wie schon früher auf der Theresienwiese und -straße ihr Auto abstellen", erklärt Holger Braun von der Heilbronn-Marketing-Gesellschaft (HMG). Allerdings sei nun anders als bei den vorherigen Marathons eine Parkgebühr über die Buga-Zeit hinweg fällig. Das Tagesticket koste fünf Euro. Allein auf dem Heilbronner Festplatz stehen 2300 Stellplätze zur Verfügung. Braun nimmt an, dass diese am Sonntagvormittag "bis etwa 10 Uhr von den Marathon-Besuchern alle belegt sein werden".

Ist dies der Fall, würden die Buga-Besucher, die zeitlich etwas nach den Trolli-Teilnehmern nach Heilbronn erwartet werden, mit den Hinweisschildern des Parkleitsystems zum Parkplatz Wohlgelegen umgeleitet. Dort stehen 1300 Stellplätze zur Verfügung. Für die Umleitung des Verkehrs sorgt die Bocholter Firma Komparking, die den Auftrag für die Parkraumbewirtschaftung von der Buga GmbH erhalten hat. Ein Sprecher von Komparking versichert: "Wir sind auf alles vorbereitet."

Richtig Sorgen macht sich Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas nicht. Es seien eben Tage, an denen man mit allen Partnern eng zusammenarbeiten und die Abläufe genau beobachten müsse. In jeder Stadt gebe es mal zwei Veranstaltungen parallel, dann werde es etwas schwieriger. Es sei aber kein Grund, etwas abzusagen. Sein Ratschlag: Er empfiehlt Teilnehmern des Marathons, wenn möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Man habe deutlich kommuniziert, dass es an einzelnen Tagen diese Dopplung geben werde.

Für Ehrenamtliche ist das Parken nach wie vor gratis

Auch Trolli-Manager Braun sieht dem Wochenende eher gelassen entgegen. Den Marathon-Teilnehmern sei bekanntgegeben worden, dass das Parken in diesem Jahr kostenpflichtig ist - erstmals und einmalig bei der 19. Auflage der größten Breitensportveranstaltung in der Region. "Mit der Buga haben wir eben mal eine Ausnahme." Im nächsten Jahr sei das Parken dann wieder gratis. Braun haben auch bisher keine Beschwerden über diese neue Regelung erreicht.

Für Ehrenamtliche und Mitwirkende am Programm des Trollinger-Marathons kosten die Stellplätze in der Nähe des Frankenstadions jedoch nach wie vor nichts. "Wir geben Parkberechtigungen heraus", erklärt Braun - zwischen 50 bis 100 an der Zahl, schätzt er.

Die Buga kann an Spitzentagen bis zu 5100 Autoparkplätze anbieten. Buga-Besucher können beispielsweise auch auf das Experimenta-Parkhaus (Zufahrt über Bahnhofstraße) oder das Parkhaus am Bollwerksturm (Zufahrt über Mannheimer Straße) ausweichen. Für beide Parkhäuser gilt laut Internetseite der Betreiber der gleiche Tarif: jede angefangene Stunde 1,50 Euro, der Tageshöchstsatz beträgt 12 Euro.

 

 


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