Julia Böcklen aus Kleingartach ist neue Württemberger Weinkönigin

Neckarwestheim  Seit Carolin Klöckner Ende September zur Deutschen Weinkönigin gekürt wurde, gab es keine Württemberger Weinkönigin mehr. Nun steht ihre Nachfolgerin fest. Julia Böcklen wurde am späten Donnerstagabend bei einer Wahlgala in Neckarwestheim gekürt.

Von Kilian Krauth

Die neue württembergische Weinkönigin Julia Böcklen (Zweite von links). Neben ihr die frisch gekürten Weinprinzessinnen. Foto: Kunz  

Die Württemberger Wengerter hatten am Donnerstag doppelt Grund zu feiern. Erstens kam der Nikolaus, zweitens bekamen sie eine neue Weinkönigin. Die neue Regionalregentin heißt Julia Böcklen. Unter großem Hallo ihrer Fans bekam sie am späten Abend in der Neckarwestheimer Reblandhalle ein mit Trauben verziertes Krönchen aufgesetzt.

Julia Böcklen (24) beschreibt sich selbst als „offen, ehrlich, aktiv“. Die in Eppingen-Kleingartach aufgewachsene Studentin der Kommunikationswissenschaften und Medienforschung ist zur Zeit Masterandin bei der Robert Bosch Power Tolls GmbH. Im März 2019 möchte sie an der Uni Hohenheim ihren Masterabschluss machen. Gerne hilft sie im Weinverkauf und der Weinberatung im Weinhaus Nordheim mit. Als Hobbys nennt sie Joggen, Tauchen, Reisen und Kochen. Lieblingswein: Kleingartacher Lemberger Kabinett.

Weinprinzessinnen unterstützen die Regentin

Ihr zur Seite stehen als Prinzessinnen ihre Konkurrentinnen um die Krone Franziska Fischer, Ellen Volzer und Aliena Zischewski.

Franziska Fischer (24) nennt sich einen „Genussmensch, lebensfreudig, wissbegierig“. In diesem Jahr hat sie ihren Master of Science in Psychologie an der Uni Konstanz gemacht und ist derzeit als klinische Psychologin an einer Schwarzwaldklinik tätig. Seit ihrem 16. Lebensjahr unterstützt sie als Riesling-Fan die Genossenschaftskellerei Heilbronn im Ausschank und bei Veranstaltungen. Schon mit sechs und heute noch tanzt sie beim TCV Talheim in der Prinzengarde und spielt beim TC Flein Tennis. Hobbys: Ski, Segeln, Radeln, Lesen und Klavier. 

Ellen Volzer (22) ist nach eigenen Angaben „zuverlässig, zielstrebig, humorvoll“. An der Hochschule Geisenheim hat die Lemberger-Freundin in Internationaler Weinwirtschaft ihren Bachelor gemacht, der Master soll an der Uni Gießen folgen. Durch den elterlichen Weinbaubetrieb und durchs Mithelfen im Top-Weingut Schnaitmann, weiß sie, was es heißt, im Wengert zu schaffen. In der Freizeit liest sie gerne, reitet, fährt Ski und moderiert ab und an Weinproben bei den Fellbacher Weingärtnern. 

Aliena Zischewski (22) umschreibt sich selbst so: „Ich rede gerne viel, trinke gerne Wein und habe immer guter Laune.“ Die gelernte Winzerin aus Illingen arbeitet im Weingut Häussermann in Diefenbach. Gerne führt die Müller-Thurgau-Anhängerin durch Weinproben. Ehrenamtlich unterstützt sie die Gemeinde Illingen bei der Bewirtschaftung des „Schauweinbergs“. Ihre Hobbys sind Lesen, Kochen, Freunde treffen und „meine Weinberge“. Sie feierte am Donnerstag, 6. Dezember, ihren 22. Geburtstag.

Vorgängerinnen treten ab

Die neuen Hoheiten treten die Nachfolge von Königin Carolin Klöckner (Vaihingen/Enz) sowie der beiden Prinzessinnen Laura Irouschek (Weißbach) und Anja Off (Fellbach) an. Das Amt der Königin war seit Ende September verwaist, da Carolin Klöckner zur Deutschen Weinkönigin gewählt wurde und als solche laut Statuten „neutral“ sein muss.

Die Wahlgala war in ein feines Wein-Menü sowie in eine unterhaltsame Spielshow in der Neckarwestheimer Reblandhalle eingebunden. Die Moderation lag in Händen von Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer. Bereits am Nachmittag prüfte eine 30-köpfige Jury die vier Kandidatinnen auf Herz und Nieren, das heißt vor allem in Fachfragen. Abends ging es vor großem Publikum dann eher ums Auftreten, um die Ausstrahlung und um die Schlagfertigkeit.